Schweiz

Jura

 

Burg Nr. 364

Befestigtes Gut Löwenburg

Besucht am: 12.09.2007

 

   

   
      Haupttor Wehrgang        

 

Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 10 Jh.
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 590.600  Süd-Nord. 253.770
Gründer:  
Ortschaft:

2807 Pleigne

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 
 
 
 
 

 

Im Gut befindet sich ein kleines Museum, das ganzjährig geöffnet ist. Der Innenhof und die Kapelle ist frei zugänglich. Weitere Informationen unter Tel. 0041 (0)32 431 12 20. Auch in den unteren Partien der Sennerei sind noch Überreste dieser Befestigung zu erkennen.

 

Kein Absturzgefahr.

 

Kostenlose Parkplätze direkt vor dem Gut

GPS: N: 00°00.000 /  O: 0°00.000

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Bauweise:    
Höhe: m GPS: N: 47°26.03 /  O: 7°18.52
Burgentyp:    
Ja Ja
 
 
Länge:
100 m

 
Wanderzeit:
5 Min Schwierigkeit: Leicht
 

 

 

Der alte Sennhof der Löwenburg existiert möglicherweise, seit im späten 10. Jh.  Vom Gut aus wurden die zur Burg gehörigen Güter im Lützeltal bewirtschaftet,

 
1366

Die Herrschaft kam durch Erbschaft an die Familie der Münch von Münchenstein

 
 

Auch nach dem Verkauf der Herrschaft durch die Münch von Löwenberg ans benachbarte Kloster Lucelle (Lützel) wurde der Gutsbetrieb zunächst unverändert weitergeführt und als zeitlich befristetes Lehen vergeben, während man die Burg selbst dem Zerfall überließ.

 
13. Jh

Lehnsherr über die Herrschaft Löwenburg war seit dem 13. Jh. der Bischof von Basel.

 
1579

Dieser schloss 1579 mit den katholischen Orten der Eidgenossenschaft einen Vertrag, der militärische Unterstützung aus den Gebieten des Bistums. Die Möglichkeit.

 
1580

Abt Beatus Papa von Lucelle veranlasste, das Gut Löwenburg umfassend zu befestigen. Es entstand ein neuer Bering mit vorgelagertem Graben, der Eingang wurde mit einem mächtigen Torturm bewehrt. dazu kammen noch Wohn- und Verwaltungsgebäude sowie eine Kapelle. Für diese Bautätigkeit nutzte man die Ruine der nahen Löwenburg als Steinbruch. Die Arbeiten blieben jedoch unvollendet. Abt Beatus Papa fiel im Januar 1597 auf dem Gut von einem Baugerüst und verstarb.

 
30 Jährigen Krieges

Obwohl die Befestigung des Hofes nicht fertig gebaut worden war, diente er im Dreißigjährigen Krieg dem Konvent als Zufluchtsort. In der Zeit wurden auch mehrere Äbte und Konventsmitglieder in der Kapelle beigesetzt.

 
18-19. Jh.

Eentstanden mit der Käserei, der Scheune, dem Pächterhaus und dem Westflügel des Wohntrakts neue Gebäude,

 
1792

Als das Kloster Lucelle im Zuge der französischen Revolution 1792 aufgelöst wurde, wechselte das Gut Löwenburg in Privatbesitz über.

 
1796

Ab 1796 gehörte es zunächst einem Bürgermeister von Delémont namens Verdan, später Jean-Amédée Watt,

 
19 Jh.

Rudolf von Erlach zu Hindelbank, die Gebrüder Fritschi und schließlich die aus der Ostschweiz stammende Familie Moser.

 
1956

Erwarb die  Christoph Merian Stiftung in Basel Gut und Ruine Löwenburg http://www.merianstiftung.ch

 
1961

Ist in der alten Käserei ein lokalgeschichtliches Museum eingerichtet worden

 
1963-1966

Wwurde die gesamte Anlage gründlich restauriert und gleichzeitig unter Denkmalschutz gestellt.

 
1997

Seit 1997 ist Gut Löwenburg ein Musterbetrieb für biologische Landwirtschaft.

 
 

Quellen: Ronald Gohl - Burgenparadies Schweiz: Fritz Hauswirth - Burgen und Schlösser der Schweiz, Bd. 3: Aargau. Kreuzlingen, 1967. Werner Meyer - Burgen von A bis Z: Burgenlexikon der Regio. Basel, 1981.

 
 
Letzte Aktualisierung: 01.04.2010 Fehler entdeckt?