Schweiz

Basel-Land

 

Burg Nr. 191

Burg Biederthal

Besucht am: 16.10.2004

 

   

   

Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1250
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 600.170 Süd-Nord. 256.220
Gründer: Herren von Biederthal
Ortschaft:

4117 Burg im Leimental

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 
 
 

Plan

 

 

Privat nicht zugänglich, kann aber von aussen besichtigt werden.

 

Kein Absturzgefahr.

 

In der nähe der Ruine

GPS: N: 00°00.000 /  O: 0°00.000

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Bauweise:    
Höhe: m.ü.M GPS: N: 00°00.000 /  O: 0°00.000
Burgentyp:    
Ja Ja, Mit Hilfe
 
 
Länge: 300 m

Parkplätze sind vor dem Städtchen vorhanden.

Wanderzeit: 15 min Schwierigkeit: mittel
 

 

 

Torbau (1577), Turm auf Felskopf vor der Toranlage, inneres Tor mit Rundturm und Schlosskapelle, Wohngebäude, zweites inneres Tor, Rundturm mit Ringmauer, wehrhafter Palas (13.Jh.) und Reste mehrerer Bauten ausserhalb der Ringmauer.

 
 

August Quiquerez vermutet, dass die Burg mindestens sechs kleinere Vorläufer hatte, die wie das heutige Schloss alle auf dem westlichen Grat des Schlossberges erbaut waren. Aufgrund von Münzfunden und Flurbezeichnungen - z.B. Kastelboden - wird angenommen, dass der zwischen Schloss Burg im Norden und dem - heute verfallenen - Schloss Blauenstein im Süden gelegene Rämelpass schon den Römern bekannt war.

 
 

Der Name "Burg" stellt eine Schwundstufe des ursprünglichen Namens dar. Die Burg wurde nach dem 2 Km entfernten Biederthal genannt. Das heutige Dorf "Burg" bezeichnete ursprünglich nur den Wirtschaftshof der Festung. Daraus entwickelte sich im laufe der Jahrhunderte ein Dorf dessen Namen sich auf die Burg übertragen hat. bis ins 16. Jahrhundert heisst das Schloss Biedertan, später Biedertal, Burgtal und schliesslich Burg (uf der Burg, 1685)

 
1250

Um 1250 durch die Herren von Biederthal erbaut, als habsburgisches Lehen.

 
1269

Durch Kauf gelangt das Schloss 1269 in den Besitz des Basler Bischofs Heinrich von Neuenburg, welcher es den Herren von Biedertal zu Lehen gibt. Die Herrschaft Burg umfasst nebst dem heutigen, jüngeren Dorf Burg auch das viel ältere Dorf Biederthal im Elsass.

 
1392

Ab 1392 sind die Herren von Wessenberg Lehensträger.

 
1789

Bis zur französischen Revolution 1789 ist die Herrschaft Burg eine kleine, fast unabhängige Vogtei im Fürstbistum Basel; sie konnte lediglich einen Vertreter der bischöflichen Stände nach Pruntrut entsenden. Da Teile des Schlossgutes an verschiedene Lehensherren gelangen, ergab sich, dass heute eine Landesgrenze durch die einstige Herrschaft geht

 
17 Jh.

Im 17.Jh. Umbau der Burg in ein neuzeitliches Schloss.

 
1784 Übergibt Carl von Wessenberg,  
1792 1792 besetzen die Franzosen das Fürstbistum  
1815/1994

1815 wird auch Burg durch Entscheid des Wiener Kongresses eidgenössisch und dem Kanton Bern zugeordnet. Zusammen mit den neun Dörfern der Vogtei Zwingen sowie den Dörfern Duggingen und Grellingen aus der Herrschaft Pfeffingen ab 1846 zum Amt Laufen gehörend. In Ausübung des vom Berner Volk erhaltenen Selbstbestimmungsrechts für den jurassischen Landesteil Übertritt in den Kanton Basel-Landschaft  . per 1. Januar 1994

 
August 2010

Burg von Burg unter Denkmalschutz, Burg und Schlosskirche der Leimentaler Gemeinde Burg stehen neu unter Schutz: Die Baselbieter Regierung hat die Anlage ins Inventar geschützter Kulturdenkmäler des Kantons aufgenommen.

 
     
 

Quellen: Werner Meyer: Burgen von A bis Z: Burgenlexikon der Region. Druck und Verlag, Basel 1981

 
 
Letzte Aktualisierung: 10.08.2010 Fehler entdeckt?