Schweiz

Zürich

 

Burg Nr. 313

Burg Höchhus

Besucht am:

29.12.2006

 

     

 

     
                 

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1300
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 686.250  Süd-Nord. 241.550
Gründer: Ritterfamilie Mülner ?
Ortschaft: 8700 Küsnacht
Grundriss:
   
 
   
 

 

Die Burg ist im Privatbesitz der Gemeinde.

 

Kein Absturzgefahr.

 

Vor der Burg,

GPS: N: 47°19`09 /  O: 8°34`49

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

bestehend aus Turm (13.Jh.), ehemaligem Lagerhaus (14.Jh.), Anbau aus dem 16. Jahrhundert. Heutige Nutzung, Gemeindebibliothek, Lesezimmer, Wohnung und Ausstelungräume.

 
Ja  
Länge:  
Wanderzeit: Ca. 1 Min vom Bahnhof aus
Schwierigkeit: Leicht
 

 

 

Als mögliche Erbauer der Burg kommt die reiche stadtzürcherische Ritterfamilie Mülner in Frage.

 
1300

Um 1300 wurde Götz Mülner als Kirchherr von Küsnacht und als Reichsvogt bezeugt. In der Stadt Zürich bewohnte die Familie einen Wohnturm und genoss ein hohes Ansehen, auch bei den Herzögen von Österreich.

 
14 Jh.

Während des 14.Jh. war sie jedoch gezwungen, einen Teil ihres Eigentums zu verkaufen, unter anderem auch die Vogteien Goldbach und Küsnacht.

 
 

Die Stadt Zürich, welche die Vogteien erwarb, setzte einen Obervogt ein, der seine Geschäfte jedoch von Zürich aus erledigte.

 

Das Höchhus verlor deshalb an Bedeutung und gelangte schliesslich in private Hände.

 
16 Jh.

Um mehr Wohnraum zu gewinnen, wurde das Haus im 16 Jh. umgebaut, Auf der Seeseite fügte man einen Anbau an,

1700

Urkundlich wird der Name "Hoche Haus" um 1700 fassbar. Diesen Namen bekam das Gebäude, weil es die umliegenden Bauernhäuser überragte. Das Gebäude diente bis zu sieben Familien als Wohnhaus, von denen jede einen separaten Teil bewohnte.

 
1967

Wurde der Abbruch des Gebäudes beschlossen, der in letzter Minute aber verhindert wurde.

 
1972/73

Entfernte man die störenden Anbauten aus späterer Zeit und restaurierte die ganze Anlage gründlich.

 
 

Im Hochmittelalter (950 bis 1250 n.Chr.) wurden die Herrschaftsrechte von den Freiherren von Regensburg ausgeübt, die ihren Sitz auf der Burg Wulp, im Tobel, hatten. Ein geschichtlich bedeutender Abschnitt begann im 14. Jh. also im Spätmittelalter, als der Ritterorden der Johanniter ihren Verwaltungsbezirk, die Komturei Küsnacht, mit dem Ordenshaus bei der St. Georgskirche errichteten. Der letzte Komtur, Konrad Schmid, fiel als Weggefährte des Reformators Ulrich Zwingli 1531 in der Schlacht bei Kappel. Das «Amt Küsnacht» wurde fortan, bis zur französischen Revolution 1798, von der Stadt Zürich verwaltet.