Deutschland

Rheinland-Pfalz

 

Burg Nr. 226

Burg Heimburg

Besucht am: 23.03.2005

 

     

 

     
                 

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1290
Zerstört:  
Parkplätze Koordinaten: GPS: N: 50°02`06 /  O: 7°48`23
Gründer: Erzbischof von Mainz
Ortschaft:

55413 Niederheimbach

Infos: Privatbesitz
Anfahrt:

B9 Bingen-Koblenz. In Niederheimbach in Richtung Oberheimbach. Dort die unbeschilderte Auffahrt zur Burg ( links ab ) suchen.

 

 

1270

Verkaufte Cornelimünster dann seine Besitzungen zu gleichen Teilen dem Mainzer Erzbischof, dem Mainzer Domkapitel und – als Inhaber des Kirchenpatronats - dem Mariengredenstift zu Mainz.

 
1290

Oberhalb von Niederheimbach liegt die Heimburg, auch Honeck oder Hoheneck genannt. Sie wurde nach 1290 als kurmainzische Trutzburg gegen die Pfalzgrafen auf den Trümmern eines ehemaligen römischen Kastells erbaut. Sie wurde damals im Namen des Erzbischofs von Mainz gebaut als Schutz gegen die anliegenden, in kurpfälzischem Besitz befindlichen Burgen Sooneck und Reichenstein.

 
1305

Die Errichtung der Heimburg war im Jahr 1305 vollendet.

 
13/14 Jh.

Im 13. und 14. Jahrhundert diente die Heimburg aufgrund ihrer Lage am Rhein auch, wie viele Ritterburgen im Mittelalter, zur Ausübung des Rheinzolls. Doch ebenso wie in den nahe gelegenen Burgen Reichenstein und Sooneck wurde auf der Heimburg das Raubrittertum betrieben, bis Rudolf von Habsburg diesen Machenschaften ein Ende bereitete.

 
1315

Im Jahre 1315 wurde die leicht zerstörte Heimburg durch Erzbischof Peter von Aspelt instandgesetzt und die Befestigungsanlagen noch weiter ausgebaut. Doch auch die neuen Burgmannen entpuppten sich als Raubritter.

 
1344

Als Trutzburg diente die Heimburg nur bis zum Jahre 1344. Zu dieser Zeit wurden die anliegenden Burgen Sooneck und Reichenstein ebenfalls dem Kurfürstentum Mainz zugesprochen.

 
1347/54

War auch die Heimburg in der Verfügungsgewalt der Mainzer Stiftsvormünder unter Leitung Kunos von Falkenstein, der die Heimburg dann 1354 zusammen mit den Burgen Reichenstein und Fürsteneck als Pfand erhielt.

 
1459/61

Die Heimburg wurde vom baufreudigen Mainzer Erzbischof Dieter von Isenburg (1459-61; 1475-82) nochmals befestigt.

 
1689

Nachdem die Heimburg viele Kriege und Besetzungen unzerstört überstanden hatte, fiel sie schließlich doch noch im Jahre 1689 den Truppen des Sonnenkönigs zum Opfer. Die Franzosen brannten die Heimburg aus und zerstörten sie, zurück blieb eine durch Brand schwarz gefärbte Ruine.

 
1898 Wurde Robert Müser Eigentümer der Heimburg.  
19 Jh.

Hugo Stinnes die Heimburg käuflich erwarb. Er ließ die Ruine Heimburg im 19. Jahrhundert als Wohnburg wieder ausbauen.

 
1987

Seit 1987 ist Frau Bachmann-Thurn die neue Eigentümerin der Heimburg, die den Baubestand der Anlage aufwendig sicherte. Die Heimburg ist im Privatbesitz und folglich nicht zu besichtigen.

 
 

Der Name Heimburg

Die Heimburg wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder etwas anders geschrieben: 1305 Haineck; 1331/50 Heyenburg; 1344 Heimburg; 1350 zu Heymberg, Hoh(e)neck. Etymologische Erklärung des Burgnames: Haineck, Heimburg und Heimberg sind Klammerformen aus Hein(bach)eck und Hein(bach)burg/‑berg.

 
 

Quellen:

 
 
Letzte Aktualisierung: 23.11.2010 Fehler entdeckt?