Deutschland

Rheinland-Pfalz

 

Burg Nr. 149

Burg Katz

Besucht am:

10.04.2004

 

   

   
           

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1371 als Neu-Katzenelnbogen
Zerstört:  
Km-Koordinaten:  
Gründer: Graf Wilhelm II
Ortschaft:

St. Goarshausen, Mit dem Auto: Über die B 42 am Rhein entlang bis St. Goarshausen, über das Forstbachtal Fahrtweg zur Burg. Mit der Bahn: Rechtsrheinische Station St. Goarshausen. Fußweg: zur Burg beginnend hinter der Bahnunterführung am Marktplatz, ca. 30 Minuten.

Infos:

Nicht zugänglich, japanischem Privatbesitz

Grundriss:  
 

 

1371

(um 1371) durch Graf Wilhelm II. von Katzenelnbogen als Wehr- und Militärstützpunkt errichtet und vermutlich zwei Jahrzehnte später fertiggestellt.

 
 

Burg Katz diente zu dieser Zeit hauptsächlich dem Schutz der gegenüberliegenden mächtigeren Burg Rheinfels und des durch Mauern verbundenen Ortes St. Goarshausen.

 
1395

Graf Johann von Katzenelnbogen ließ die Burg Katz im Jahre 1395 als Trutzburg gegen das angrenzende kurtrierische Gebiet weiter ausbauen.

 
1479

Nach dem Aussterben des Grafengeschlechts Katzenelnbogen gelangte die Burg Katz im Jahre 1479 durch Erbschaft in den Besitz der Landgrafen von Hessen. Nach einer Aufstockung in der hessischen Epoche erreichte der runde Bergfried mit Helm eine Höhe von 60 Metern. Von dort konnte man die Burg Reichenberg sehen.

 
17. Jh.

Aufgrund von Streitigkeiten zwischen den Geschlechtern von Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt im 17. Jh. wurde die Burg Katz belagert und schwer zerstört.

 
1692

Die Besatzung der Burg Katz unterstützte im Jahre 1692 von der rechten Rheinhöhe aus die inzwischen zur Festung ausgebaute Burg Rheinfels gegen die vom Werlauer Hang angreifenden französischen Truppen.

 
1806

1806 im Besitz hessischer Geschlechter instandgehalten, wurde sie schließlich dann doch noch als eine der letzten Burgen am Rhein auf Napoleons Befehl durch französische Truppen gesprengt und endete somit als Burgruine.

 
1896/98

Nach einigen Besitzerwechseln wurde die Ruine der Burg Katz erst ein Jahrhundert später (1896 bis 1898) durch den Landrat Ferdinand Berg mit Unterstützung der Architekten Schreiterer und Below als Wohnburg wieder ausgebaut.

 
1989

Aufgrund der teuren Auflagen der Denkmalschutzbehörden wurde die Burg Katz bei St. Goarshausen im Jahre 1989 verkauft. Sie ist seit dem Verkauf für über vier Millionen Mark in japanischem Privatbesitz und wird zur Zeit zu einem japanischen Hotel ausgestaltet. Eine Besichtigung des Burginneren ist nicht möglich.