Schweiz

Bern

 

Burg Nr. 262

Burg Laupen

Besucht am:

05.11.2005

 

   

   
                 

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 10 Jh.
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 000  Süd-Nord. 000
Gründer:  
Ortschaft: 3177 Laupen
Grundriss:
   
Bild
   
 

 

Die Burg ist beschränkt zugänglich Bezirksverwaltung.

 

Kein Absturzgefahr.

 

Im Dorf, Marktgasse

GPS: N: 46°54`11 /  O: 7°14`26

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Die Burg hat eine Ausdehnung von ca. 130x40m. Sichtbar sind Hauptturm (1762 verkürzt), neues Schloss (1648/50), Torturm und Schildmauer, Palas, Käfigturm und Terrasse (1660/62), Ringmauer

 

Länge: Ca. 500m
Wanderzeit: Ca. 15 Min.
Schwierigkeit: Leicht.
 

 

10.Jh.

Die Burg wurde vermutlich im 10.Jh. erbaut.

 
1014

Rudolf III König von Burgund, unterzeichnete 1014 auf der Feste eine Urkunde.

 
1032

Laupen kommt mit dem Burgundererbe ans Reich. und diente mehreren Familien als Wohnsitz. Eine dieser Familien nannte sich nach der Burg, die Grafen von Laupen. Diese vermochten sich anfangs gegen die Herzöge von Zähringen, Berchtold IV und Berchtold V, zu behaupten. Nach der Niederlage des burgundischen Adels gegen die zähringer Herzöge, vermochten auch die Grafen von Laupen die Burg nicht mehr zu halten. Unter den Herzögen von Zähringen nahm die Burg etwa die heutige Gestalt an.

 
1218

Nach dem Aussterben der Zähringer (1218) brachen heftige Kämpfe um Laupen aus. Laupen wird Reichsburg.

1253

bemächtigte sich Hartmann von Kyburg der Feste,

 
1264

Rudolf von Habsburg besetzt Laupen.

 
1267

Peter von Savoyen erobert Laupen, savoyischer Vogt wird Peter von Sottens.

 
1269

Nach dem Tod Peters gewinnt Rudolf von Habsburg Laupen zurück, der Freiburger Peter von Maggenberg wird Vogt.

 
1275

Rudolf von Habsburg bestätigt die Stadtrechte von Laupen. Im Auftrage Habsburgs verwalten weiterhin freiburgische Stadtvögte Laupen.

 
1301

Bern und Laupen verbünden sich.

 
1309

Ging die Burg als Reichpfand an Otto von Grandson.

 
1339

Der Adel, die Vormacht Habsburg und das rivalisierende Freiburg verbünden sich gegen das ausgreifende Bern. Die eilends verstärkte Feste Laupen wird vom 10. Juni an durch das feindliche Aufgebot beschossen und belagert; die Schlacht vom 21. Juni 1339 auf dem Wydenfeld ob Laupen geht für Bern siegreich aus, beendet jedoch den Krieg nicht.

 
1324

Bern erwarb die Burg und Herrschaft Laupen 1324 und richtete einen Landvogteisitz ein.

 

Die Burg war für Bern ein wichtiger militärischer Stützpunkt und wurde dementsprechend unterhalten. Am 10. Juni wird die Burg durch ein 12`000 Mann starkes Heer belagert. Die 600 Mann Besatzung der Burg, unter der Führung Johannes von Bubenberg, vermochten dem Adelsheer von Kaiser Ludwig dem Bayern und dem Basler Bischof zu trotzen. Am 21. Juni trifft das ca. 6000 Mann starke Entsatzheer der Waldstätte unter der Führung Ritter Rudolf von Erlach in Laupen ein.  Darauf entbrannte die Schlacht von Laupen, die mit dem Sieg der Berner und Waldstätte über das Adelsheer und die Freiburger endete.  Die kriegerischen Auseinandersetzungen des 15.Jh. überstand die Stadt ohne grosse Probleme. Die Burg wurde bis 1798 als Landvogteisitz der Berner genutzt. Die Burg wird heute als Bezirksverwaltung verwendet.