Deutschland

Rheinland-Pfalz

 

Burg Nr. 225

Burg Sooneck

Besucht am: 22.03.2005

 

 

 
  Tor und Hof Tor und "Zwingeranlagen" des 19. Jh.   Palas und Bergfried.    

 

 
Bewertung:
Baujahr, 1010
Zerstört:  
Parkplätze Koordinaten: GPS: N: 50°01`36 /  O: 7°48`57

B9 Bingen-Koblenz, zwischen Niederheimbach und Trechtingshausen links abbbiegen ( auf kleine Beschilderung achten !! ). Es führt ein langer Wirtschaftweg hoch bis an den Rand des Soonwaldes. Dort befindet sich ein kleiner Parkplatz. 

Ortschaft: 55413 Niederheimbach
Infos: Öffnungszeiten:
Innenbesichtigung nur mit Führung
01. April - 30. September: 10 - 18 Uhr
1. Oktober - 30. November und
1.Januar - 31. März: 10 - 17 Uhr
Im Dezember und am ersten Werktag der Woche geschlossen

Letzter Einlas: 45 Minuten vor Schließung, Restaurant:
Burgschänke Eintritt: 3 Euro inkl. einer 30 min. Burgführung

www.Burg Soonck

 

 

11 Jh.

Unter dem Namen "Saneck" wurde die Burg, wahrscheinlich im 11. Jahrhundert erbaut, in einer alten Urlunde erstmals erwähnt. Der Name wird mit dem Namen "Sana", welcher früher der königliche Waldbesitz war, in Verbindung gebracht,

 
12 Jh.

Erstmals als Burg "Sooneck" bezeichnet wurde sie in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts nach dem Tode von König Richard. Die Burg war damals im Besitz einer fernab gelegenen Abtei Kornelimünster. Zum Schutz dieser Abtei sollte ein wehrhaftes Burgensystem, mit der Burg Reichenstein zusammen, dienen. Zwischen der Burg Sooneck, welche zwischen Bingen und Bacharach an einem Steilhang des Soonwaldes liegt, und der Burg Reichenstein gibt es eine wilde und düstere Verbindung. Beide Burgen sind als Raubritterburgen bekannt

 
13 Jh.

berüchtigtes Raubritternest.

 
1282/90

Die Bewohner beider Burgen handelten allerdings nach dem Faustrecht und erhoben unrechtmäßig Rheinzölle und nahmen Raubzüge und Überfälle an Vorbeiziehende vor. Dieses Treiben hatte eine Auseinandersetzung mit dem rheinischen Städtebund zur Folge.
Nachdem im Jahre 1282 die beiden Burgen von König Rudolf von Habsburg erobert und zerstört worden waren, verbot der König im Jahre 1290 einen Wiederaufbau der Burg Sooneck und der Burg Reichenstein.

 
1344

Bis zum Jahre 1344 galt dieses Verbot, welches auch nicht gebrochen wurde. Das Bauverbot wurde erst wieder aufgehoben, nachdem die Burg in den Besitz des Kurmainz übergegangen war. Dem Domstift Mainz wurde die Burg durch den Erzbischof Mathias von Mainz zugesprochen.

 
1346

Im Jahre 1346 wurde der Ritter Johannes Marschalk-Waldeck mit der Burg Sooneck, durch den Erzbischof Heinrich III., belehnt. Johannes Marschalk-Waldeck wurde als "Wächter und Schützer dieses Besitzes samt der bei Niederheimbach gelegenen Heimburg" im Jahre 1347 urkundlich erwähnt. Daraufhin wurde durch ihm der Wiederaufbau der Burgruine durchgeführt.

 
1444/83

Den Beinamen "genannt von Saneck" nahmen er und seine Angehörigen an, doch schon im Jahre 1444 erlosch das Geschlecht mit dem Tode von Johannes Marschalk von Waldeck-Sandeck.
Lehensträger auf Sooneck, wurde ein späterer Nachfahr, Johann von Waldeck. Im Jahre 1483 wurde ein Vertrag über die Aufteilug der Burg unter der Famile geschloßen, da wegen späterer Erbauseinandersetzungen Familienfehden entstanden waren.

 
1649

Nachdem im Jahre 1649 die von Waldecks ausstarben wurden die Herren von Breitbach Alleinbesitzer der Burg, bis auch sie ausstarben und die Burg Sooneck anfing zu verfallen.

 
1774

Das Domkapitel in Mainz trat die Ruine 1774 an vier Einwohner aus Trechtingshausen ab, die Weinberge innerhalb und außerhalb der Ringmauer anlegten.

 
1834/61

Die Burg wurde wie alle linksrheinischen Burgen im pfälzischen Raubkrieg Ludwigs XIV. niedergebrannt. Nachdem im Jahre 1834 die Ruine von Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen und seinen Brüdern Carl und Albrecht erworben worden war, ließen sie diese in den Jahren 1843 bis 1861 nach Plänen des Koblenzer Festungsbaumeister Ingenieurmajor Karl Schnitzler als Jagdburg wieder aufbauen. Die Bauten konnten aber nicht zu Ende geführt werden, weil Streitigkeiten im Königshaus, die Auswirkungen der Revolution und der Tod des Preußenkönigs dies verhinderten.

 
19 Jh.

Die Burg Sooneck ist eine der letzten von den Hohenzollern im 19. Jh. wiederaufgebaute Ritterburg und seit dem Jahre 1918 ist die Burg im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz.

 
 
Letzte Aktualisierung: 23.11.2011 Fehler entdeckt?