Burg Nr. 170

Burg Wiesenburg

Besucht am: 11.07.2004

 

     

     
                 

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1161
Zerstört:  
Km-Koordinaten: GPS: N: 52°06`49 /  O: 12°27`10
Gründer:  
Ortschaft: Wiesenburg
Infos: Privat
Grundriss:  
 

 

1161

Geschichtliches:1161 wird Wiesenburg als Burgward erwähnt.

 
13 Jh.

Die Wiesenburg gehörte neben Belzig und Raben zum Burgendreieck, die im 13. Jahrhundert zur Sicherung der Landesinteressen gegen feudale Rivalen dienten.

 
15 Jh.

Durch die Weiterentwicklung der Waffentechnik reichten die Mauern ab Anfang des 15. Jahrhunderts nicht mehr aus und die Burg verlor ihre militärische Bedeutung.

 
1456

Stattdessen wurde die Herrschaft Wiesenburg 1456 vom Kurfürsten Friedrich II von Sachsen an Friedrich und Jan von Brandt belehnt. Damit war die Grundlage zur Entwicklung zum Schloss eingeleitet.

 
1547

Im Schmalkaldischen Krieg von 1547 wurde die Wiesenburg und das Schloss zerstört und anschließend durch Friedrich III Brandt von Lindau wiedererrichtet.

 
1651

Sein Sohn Benno Friedrich ließ das Schloss weiter ausbauen. 1651 gab es u. a. eine Bischofsstube, eine Brautstube, eine Schulstube und eine Kurfürstenstube.

 
1609

Auch war 1609 das Brunnenhäuschen mit kupferbeschlagenem Dach auf dem Schlosshof entstanden, ehe im 30 Jährigen Kriege ein großer Teil zerstört wurde.

 
1730

Wurde dann unter Adam Friedrich Brandt von Lindau insbesondere der Westflügel des Schlosses umgebaut. Mit seinem Tode und der Heirat seiner Tochter endete die Ära der Brandt von Lindau.

 
1863

Die intensivsten Umbauten erlebte das Schloss mit der Herrschaftsübernahme Curt Friedrich Ernst von Watzdorf 1863. In den folgenden 18 Jahren wurde das Schloss gänzlich neu gestaltet.

 
 

Ausgangspunkt war ein Blitzeinschlag im Turm, der eine Erneuerung erforderte. Der Turm wurde zum Aussichtsturm aufgestockt, des weiteren die Südfassade versetzt und die Fassade im Stil der Neorenaissance gestaltet. Baumeister waren Dr. Oskar Mothes aus Dresden und Hensche aus Berlin.

 
2. Weltkrieg

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Schloss als Schule mit Schwerpunkt Russisch und integriertem Internat genutzt, welches 1992 geschlossen wurde.

 
1996

1996 konnte eine Investorengruppe gewonnen werden, die Schlossanlage von Grund auf instant zu setzen. Die Sanierungsarbeiten konnten im Frühling 2003 abgeschlossen werden, so dass heute die Außenfassaden in der Gestaltung des ausgehenden 19. Jh. wiederhergestellt sind.

 
 

Das Schlossinnere wurde entsprechend den heutigen Ansprüchen in einer spannungsreichen Form zwischen moderner Architektursprache und dem Freilegen historischer Elemente saniert. Exklusives Wohnen vieler "Schlossherren" heißt nunmehr das Motto. Zahlreiche neue Bewohner lassen es sich mittlerweile fernab des Großstadtstresses im erlesenen Ambiente eines Schlosses gut gehen. Weitere Informationen zum Wohnen und Arbeiten im Schloss, Wohnungsgrundrisse u. a. finden Sie unter www.schloss-wiesenburg.de.

 
 

Das Eingangstor mit Heimatstube und der 48 m hohe Schlossturm sind öffentlich zugänglich. Der Schlosshof wird zu Veranstaltungen geöffnet.