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Burg Nr. 197 |
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Geroldseck zählt zu den schönsten, interessantesten, am besten erhaltenen und repräsentativsten Burganlagen im rechtsrheinischen Gebiet.
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| Vorwerk. | Hinterer Palas von Vorne. | Ringmauer, Treppenturm, Hinterer Palas. | Hinterer Palas, Innen | Brunnenhaus |
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Grundriss:
1 Unteres Tor. 2 Vorhof von 1693. 3 Haupttor. 4 Vorwerk. 5 Inneres Tor. 6 Unterer Burghof. 7 Ringmauer. 8 Brunnenhaus. 9 Wohnhaus für Bedienstete. 10 Porphyrfelsen. 11 Rupprechtsstock (Gebäude). 12 Hofgebäude. 13 Treppe zur Oberburg. 14 Oberer Burghof. 15 Vorderer Palas. 16 Treppenturm. 17 Abgang zum Brunnenhaus. 18 Treppenturm. 19 Hinterer Palas. |
| 1139 |
Die Familie der Geroldsecker hatte sich zu nächst eine kleine, 1139 erstmals erwähnte Burg am Rande des Gegenbacher Klostergebietes erbaut. |
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| 1218 |
Der weitere Aufstieg der Geroldsecker begann 1218 mit dem Aussterben der Zähringer, die dadurch als Machtfaktor in der Ordenau wegfielen. Bei der Neuordnung durch Kaiser Friedrich II. scheinen die Geroldsecker bereis aufgewertet worden zu sein, denn in diese Zeit fällt die Erbauung ihrer Wasserburg in Lahr. |
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| 1252 |
Tauchten die Geroldsecker im Besitz von Maulberg auf, gegen Mitte des 13 Jh. konnte die störende Burg der Herren von Lützelhardt eliminiert werden. |
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| 1250/60 |
Dürfte die Burg Geroltseck am heutigen Standort erbaut worden sein. |
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| 1277 |
Teilung der Herrschaft in Lahr-Mahlberg und Hohengeroldseck. |
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| 1434/70 |
Weitere Teihlungsverträge stammen von 1434 und 1470. |
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| 1473/74 |
Belagerte die Stadt Strassburg vergeblich die Burg. |
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| 1486 |
Ein Tiefpunkt der Geroldsecker Geschichte wurde 1486 erreicht, als die Geroldsecker im Machtkampf zwischen Habsburg und der Kurpfalz aufgerieben wurden. Diebolt II. von Geroldseck war in dieser Angelegenheit nach Innsbruck gereist, und ein kleines habsburgisches Fähnlein sowie Bauern der Umgebung hatten die Burg bezogen. Eine ausführliche, zuverlässige Schilderung der Ereignisse liegt in der 1592 gedruckten Elsässer Chronik des Bernhard Herzog vor. Zunächst rückten 200 kurpfälzische Reiter an und begannen, die Burg mit Schanzarbeiten einzuschliessen. Mit den später herangefürhrten Kanonen und über 8000 Leuten wurde die Burg bezwungen und übergeben. |
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| 1504 |
Die Burg blieb bis 1504 von Kurpfalz besetzt. |
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| 1534 |
Die Burg wurde längere Zeit treuhänderisch von den Markgrafen von Baden verwaltet und kam erst um 1534 an Gangolf I. von Geroldseck zurück |
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| 1599 |
Verlegung des Wohn- und Amtsitzes durch Jakob von Geroldseck nach Schloss Dautenstein/Seelbach. Die Burg blieb nur noch von wenigen Leuten besetzt. |
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| 1634 |
Als die Geroldsecker 1634 ausstarben, kam die Herrschaft als österreichisches Lehen an die Grafen von Philipp Cronberg (Kronberg im Taunus). |
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| 1688/89 |
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg, Zerstörung der Burg durch Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. |
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| 1692 |
Nach deren Aussterben (Kronberg im Taunus) 1692 gelangte das Lehen an die Freiherren von Leyen in Blieskastel, deren Familie die Burgruine noch heute besitzt. |
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| 1693 |
Planungen für einen Wiederaufbau als grosse Festung 1693 wurden nicht realisiert und Steinraub setzt ein. |
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| 1806 |
Reichsgrafschaft Geroldseck zum Fürstentum erhoben. |
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| 1819 |
Herrschaft an das Grossherzogtum Baden. |
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| 1892-1901 |
Säuberung und Restaurierung der Burg. |
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| 1951-52 |
Einbau einer neuen Wendeltreppe in den Turm beim hinteren Palas. |
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| 1958 |
Gründung des Vereins zur Erhaltung der Burg. |
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| 1963 |
Veitere Sanirungen an der Burg. |
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Die Burgruine Hohengeroldseck sitzt auf dem Gipfel des 525 m hohen Schönbergs und war durch zwei Mauerringen umschlossen. Die Burg hatte früher ihre Hauptfunktion darin, die Passstrasse vom Elsaß nach Schwaben zu kontrollieren. Man betritt die Burg durch den ehemaligen Torzwinger und gelangt im rechten Bogen durch die Reste einer Toranlage in die Unterburg. Hier findet man außer ein paar Grundmauern, und im Süd-Westen der Anlage Teilen des hohen Berings, noch die Grundmauern des Brunnenhauses. Außerdem hat der Verein zur Erhaltung der Burgruine Hohengeroldseck hier eine Holzhütte errichtet. Die Oberburg sitzt auf einem 50 m langen und 20 m hohen Prophyrfelsen und ist über einen Treppenaufgang erreichbar. Sie bestand aus zwei Palasgebäuden, wovon das süd-westliche noch 5. Stockwerke hoch aufragt. Über einen Treppenturm gelangt man auf ein kurzes verbliebenes Stück Wehrmauer. Von hier aus bietet sich ein großartiger Blick ins Schutter- und Kinzigtal. Eine Besonderheit der Burgruine Hohengeroldseck ist zum einen das Brunnenhaus, das im Bereich der Unterburg liegt, durch 2 m dicke Mauern mit Schießscharten geschützt ist und nur über einen Treppenabgang aus der Oberburg zugänglich war. Zum anderen weißt der Palas noch wunderbare gotische Fensterbögen, Z. Bsp. 3-teilige Spitzbogenfenster im zweiten Stock ( Rittersaal ), auf. Einen Bergfried gab es nicht. Der war aber aufgrund der exponierten Lage der Oberburg auch nicht von Nöten. Die Ruine gehört eigentlich dem Prinz von der Leyen und zu Hohengeroldseck. Doch wie in so vielen anderen Fällen hat auch dieser hohe Herr kein Geld für den Erhalt dieses Kulturdenkmales übrig. Stattdessen überläßt er der Badischen Heimat und dem Verein zur Erhaltung der Burgruine Hohengeroldseck e.V. die Durchführung der Arbeiten zur Erhaltung der Ruine und damit auch alle Kosten. Literatur: Theiss Burgenführer. |