Home:

Adelsgeschlechter: Verschiedenes: Zu den Burgen: Links:
  Stadtbefestigung: Der Ritter: Burgen von A-Z: Lexikon:  

Die Zeit  Der Ritter

 Frühes Mittelalter.

Aufkommen berittener Berufssoldaten.

Zeitalter der Kreuzzüge.

Blütezeit des Rittertums.

 Ende des Mittelalters.

500 n. Chr. 800 1096 1291 1453-1500

 

 

Anfangs waren Ritter einfach nur Krieger zu Pferde, doch etwa vom 11. Jh. an mussten sie sich an bestimmte Gebote und Tugenden halten, zu denen Treue, Gehorsam und Schutz der Schwachen zählten. Unter dem Einfluss christlicher Bildung wurde von Rittern nun höfliches und vornehmes Benehmen erwartet -  höflich, weil sie ihr Leben an den Höfen, also auf den Burgen der Mächtigen und Reichen, zubrachten. Sie Sahen als einer adligen, höheren Schicht des Volkes angehörend, Zwar fühlten sich die Ritter den ritterlichen Idealen verpflichtet, Brutalität, Raub und Erpressung wurden aber deswegen nur Selten verhindert.

Ritter mit Pferd

Hofnarr

Der Ritter Lebte in einer Gesellschaft, die ganz anders war als unsere heute. An der Spitze eines jeden Landes stand ein Herzog, Fürst, König oder Kaiser. Man glaubte, er allein habe das gottgewollte Recht zu herrschen. Der Herrscher gab den Adligen seines Landes Privilegien gab den Grundbesitz und dafür dienten sie ihm und zogen im Kriegsfall für ihn ins Feld.

 
 

Wie wurde man überhaupt Ritter ?

Um Ritter zu werden, musste der Sohn eines Adligen, eine lange Ausbildung durchlaufen. Bereits im Alter von sieben Jahren trat er als Page in den Hofdienst eines Fürsten. Mit 14 Jahren wurde er dann in den Rang eines Knappen erhoben und musste das Kriegshandwerk und die Kunst der Jagd erlernen. Außerdem hatte er seinen Herrn auf Feldzügen zu begleiten, wo er ihm die Lanze und sein Schild trug und ihm beim Anlegen der Rüstung behilflich war. Nach 14 Jahren Ausbildung wurde dem Knappen in einer heiligen Zeremonie, der so genannten "Schwertleite", das Ritterschwert umgelegt. Ab dem 12. Jahrhundert nannte man diese Erhebung in den Ritterstand auch den Ritterschlag. Mit ihm bekam der Junge Ritter das Recht ein Lehen zu erhalten und im Turnier mitzukämpfen.

 

Fürst mit Pferd

 

Ritterschwur

Als Ritter war man zwar sein eigener Herr, hatte aber viele Pflichten zu erfüllen, an die man durch den Ritterschwur gebunden war

Ich gelobe, die Schwachen zu verteidigen.

Ich gelobe, die Kirche zu schützen, ihre Lehren zu glauben und ihre Gebote zu halten.

Ich gelobe, die Pflichten meinen Lehnsherrn gegenüber zu erfüllen.

Ich gelobe, allen gegenüber freimütig und großzügig zu sein.

Ich gelobe, immer gegen Ungerechtigkeit und für das Recht zu kämpfen.

Ich gelobe, immer zu meinem Wort zu stehen.

 
 

In diesem Schwur waren die ritterlichen Tugenden festgeschrieben. Edelmut, Tapferkeit, Loyalität und Großzügigkeit waren die obersten ritterlichen Ideale. Er musste seinem Dienstherrn treu sein, tapfer sein, christliche Heiligtümer, Priester, Mönche und Nonnen beschützen, Ungläubige bekämpfen, gegen Arme freigiebig sein, Kranken beistehen, maßvoll und besonnen handeln, großmütig und freigiebig sein. Er sollte sich jedem gegenüber höflich benehmen und sich gegen Frauen ehrerbietig zeigen.

Diese Tugenden stellten sehr hohe Anforderungen an einen Einzelnen, zu hohe. Doch der Traum vom Rittertum begeisterte die Menschen im Mittelalter und macht es auch noch heute.

 

Ritterorden

Die schönste Blüte des Rittertums waren die drei geistlichen Ritterorden. Es waren Verbindungen von Rittern, die durch andächtigen Glaubenseifer und unerschütterliche Tapferkeit das Muster echt christlichen und ritterlichen Sinnes gewesen sind, nämlich die Johanniter, die Tempelritter und der deutsche Ritterorden.

 

Die Lehenspyramide

König (Lehensherr)
Kronvasallen (Herzöge, Grafen, Bischöfe, Reichsäbte): Hohe Leihe
Aftervasallen (Ritter, Dienstmannen (Ministeriale), Äbte): Niedere Leihe
Hintersassen (Bauern, Hörige)

 

Die Kriegsrüstung von 600 vor Chr. bis ende des 15 Jh.

 

Griechischer Krieger um 600 vor Chr.

Gallischer Krieger um 300 vor Chr.

Römischer Legionär um Chr. Geburt

Karolingisch-frank Krieger um 800

 
 

Ritter aus dem 12 Jh.

Ritter um 1300

Ritter um 1400

Ritter um ende des 14 Jh.

 
   

Ritter Mitte des 15 Jh.

Ritter ende des 15 Jh.

Arnbruschtschüze Mitte 16 Jh.

   

 

Ritter und Schurken

Alexander (Newskij) Russlands berühmtester Ritter, Um 1218-1293

Alexander, war der zweite Sohn des Grossfürsten Yaroslaw. Im Jahre 1240 besiegte er die Schweden an der Newa und erhielt so seinen Beinamen. Im Jahre 1242 siegte er über den Deutschen Orden in der "Eisschlacht am Peipussee". Er mußte jedoch Tribut an die Tataren zahlen, die zu der Zeit weite Teile Rußlands beherrschten.

 
Clare, Richard von (Starkbogen) gest. 1176.

Starkbogen war der Sohn des ersten Grafen von Pembroke, einem von den Normannen eroberten Gebiet in Südwales. im Jahre 1168 forderte Dermont, König von Leinster, Starkbogen auf, ihn im Kampf gegen ein anderes irisches Königreich, Connaught, zu unterstützen. Starkbogen überquerte 1170 die See nach Irland, nahm Dublin und Waterford ein und heiratete Dermonts Tochter. Damit begann die Normannenherrschaft in Irland.

 
Richard I. von England, "Löwenherz" (1157-1199)

Der Sohn von Heinrich II. und Eleanor von Aquitaine war ein berühmter Ritter und Herrscher, der vor allem wegen seiner Rolle in der Kreuzzugszeit bewundert wurde. Allerdings konnte er Jerusalem nicht einnehmen und schloss schliesslich Frieden mit Saladin. Auf dem Heimweg wurde er von Leopold, Herzog von Österreich, gefangen genommen und an seinen Feind, den Keiser Heinrich IV. , ausgeliefert. Das englische Volk musste für seine Freilassung eine sehr hohe Summe zahlen.

 
Johann von Böhmen (1346-1396)

Der Sohn des Grafen Heinrich III. von Luxemburg, Johann, kämpfte für die Bayern und in Italien und wurde König von Böhmen (heute Teil der Tschechischen Rep.). Obwohl er bei einem Turnier erblindet war, führte er 1346 500 Ritter nach Crécy, wo er für den französischen König Philip V. kämpfte. Da er nichts sehen konnte, liess Johann seine Zügel an die seiner Ritter binden und stürzte sich ins Kampfgetümmel, wo er mit seinem Schwert um sich schlug. Er wurde in Stücke gehackt.

 
     

 
Auf Reisen Formentera erkunden.