Schweiz

Basel-Stadt

 

Burg Nr. 513

Galgen von Basel (auf dem Gellert)

Besucht am: 13.10.2009

 

     

 

     
                 

Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 14.Jh
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 000.000  Süd-Nord. 000.000
Gründer:  
Ortschaft:

4052 Basel

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 

 
 
 

 

immer zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

Gellertstrasse

GPS: N: 00°00.000 /  O: 0°00.000

 

Nein.

Feuerstelle Nein.

 

Bauweise:    
Höhe: m.ü.M GPS: N: 00°00.000 /  O: 0°00.000
Burgentyp:    
Ja Ja
 
 
Länge: m  
Wanderzeit: min Schwierigkeit: Leicht
 

 

 

Früher, bis in die Neuzeit, war das Gellert nichts weiter als ein Waldstück nahe der Stadt. Niemand wollte hier wohnen, zumal sich hier der Galgenhügel, die Basler Richtstätte, befand. Erst als in den zwanziger Jahren des 19. Jh. an dieser Stelle die letzte Hinrichtung durchgeführt und die Richtstätte abgebaut worden war, wurde der Weg frei für grosszügige Neubebauungen ausserhalb der Stadt. In den späten 1960er Jahren wurden bei Erdarbeiten zum Autobahnbau die Grundmauern des Galgenpodiums wiederentdeckt. Dabei fand man auch die dort verscharrten Gebeine Hingerichteter; so etwa vier Schädel und Oberkörperknochen. 1975 kamen bei Arbeiten an der Autobahnböschung an der Nordmauer des Fundaments Gebeine ans Licht. In einer leichten Senke vor der selben Mauer fand man im Jahr darauf weitere Reste menschlicher Skelette.

 
13.Jh.

Im 13.Jh stand auf dem Lysbüchel an der heutigen Grenze zu Frankreich ein Basler Galgen.

 
14.Jh.

Dieser wurde in der ersten Hälfte des 14.Jh auf den Gellert verlegt.

 
 

Früher bildeten drei Säulen die Stützen auf denen jene Balken ruhten, an denen die Stricke befestigt wurden. Bis zu sechs Todeskandidaten konnten hier in einem Gang gehängt werden

 
1653

Hinrichtung der Bauernführer auf der Richtstätte vor dem Steinentor in Basel.

 
1788

Hans Jakob Tschudi von Eptingen endete ebenfalls auf der Richtstätte auf dem Gellert. dass er zum Zeichen seiner Schande am 29. November 1788 auf einem Schlitten zur Stadt hinaus vor das Steinentor zur dortigen Richtstätte geschlieft wurde, was als eine besonders entehrende Prozedur galt.

 
 

Mittlere Brücke Die Brücke diente neben dem Personen- und Warenverkehr auch als Richtstätte. Beim Käppelijoch wurde das Todesurteil durch "Schwemmen" vollstreckt, wobei Kindsmörderinnen, Ehebrecherinnen und Kupplerinnen mit zusammengebundenen Händen und Füssen und mit Gewichten versehen in den Fluss geworfen wurden. Falls sie bei St. Johann noch lebend aus dem Rhein gefischt wurden, wurde ihnen die Strafe erlassen.

 
 

Quelle: http://www.altbasel.ch http://hls-dhs-dss.ch

 
 
Letzte Aktualisierung: 24.08.2010 Fehler entdeckt?
 

 

       

       
        Richtstätte vor dem Steinentor an der Binningerstrasse um 1838

 

       
       

       
        Henkershaus an der Kohlenberggasse 2, vor 1857

 

       
       

       
        Der letzte Scharfrichter von Basel - Theodor Mengis in Amtstracht