Schweiz

Luzern

 

Burg Nr. 133

Marienburg

Besucht am:

08.02.2004

 

     

 

     
                 

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 12/13 Jh.
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 640.240  Süd-Nord. 235.060
Gründer:  
Ortschaft: 4806 Wikon
Infos: Benediktinerinnenkloster Privat
Grundriss:  
 

1257

Die Geschichte der Gemeinde Wikon ist untrennbar mit dem Schloss verbunden. Das Dorf wird in alten Quellen nicht erwähnt, wohl aber ein Schultheiss von Aarau, der aus Wikon stammte: "Conrat von Wiggen".
Das "wig" im Ortsnamen bedeutet Kampf. "Wiigge" heisst "Wehrbau". Nach dem Luzerner Chronisten Renwart Cysat bestanden in Wikon ursprünglich fünf Schlösser. In anderen Quellen wird von vier Burgen gesprochen. Lehensherren waren die Grafen von Froburg, später die von Neuenburg, Thierstein und Falkenstein.

 
1386

Herzog Leopold von Österreich soll auf dem Weg zur Schlacht bei Sempach sein Heerlager in Wikon-Adelboden aufgeschlagen haben. In dieser Schlacht sind sieben der damals in Wikon residierenden Ritter gefallen

 
1415

Die Luzerner erobern eine Burg und übernehmen 1444 alle Burgen mit der hohen Gerichtsbarkeit zu Wikon und Roggliswil. Bern erhält die Gerichtsbarkeit zu Brittnau mit den dortigen Gebieten und Waldungen.

 
1470

Luzern und Bern geraten in Streit über Wikon. Beide Stände machen alte Rechte geltend. Die Tagsatzung zu Stans fällt den Schiedsspruch und spricht die Burgen "mit allem, was dazugehört" den Luzernern zu.
Bis zum Zusammenbruch der alten Eidgenossenschaft am Ende des achtzehnten Jahrhunderts ist das Schloss Wikon Sitz der Vögte aus dem Luzernischen Rat, die für jeweils sechs Jahre gewählt werden. Bedeutende luzernische Staatsmänner residieren in dieser mehr als drei Jahrhunderte dauernden Vogteizeit in Wikon oder werden im Schloss geboren. Die Hochwacht oberhalb des Schlosses hat vor allem in den Religionskriegen eine grosse militärische Bedeutung für die Übermittlung von Nachrichten.

 

1798

Im Freiheitstaumel der Französischen Revolution verlässt der letzte Vogt das Schloss Wikon. Die Korporation kauft am 30. April 1801 das als Nationalgut versteigerte Schloss für 19600 Franken.  
1891

Pfarrer Joseph Leupi kauft das Schloss. Gemeinsam mit seiner Tante Sr. Gertrud Leupi gründet er das Benediktinerinnenkloster und Töchterinstitut Marienburg.
Sr. Gertrud Leupi wurde in Wikon geboren. Nach ihrem Klostereintritt gründete sie das Kloster Maria-Rickenbach in Niederrickenbach NW, später weitere Klöster in Amerika. Ihren Lebensabend verbrachte sie mit dem Aufbau des Klosters Marienburg in Wikon.

 
1908

Die Korporation Wikon baut die Wasserversorgung.