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1100 |
Wenn auch eine Urkunde von 1231 zum ersten
Mal auf eine Burg in Braubach schließen lässt, finden wir in Quellen des
frühen 12. Jahrhunderts schon die Edelfreien von Braubach, die wohl diesen
günstigen Platz für eine Burg ausgesucht und wohl kurz nach
1100 erstmalig bebaut haben, wahrscheinlich mit
dem – damals eher noch nicht so hohen – Turm auf der höchsten Spitze des
Felsens, einem Wohnbau und einer Ringmauer drumherum. Eine noch ältere
Vorgängeranlage ist an dieser Stelle nicht nachweisbar. |
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Am Mittelrhein, über der Stadt Braubach, liegt auf
einem 140 Meter
hohen, waldbewachsenen Schieferfelsen die Marksburg. Sie ist als einzige
Burg am Rhein seit dem Mittelalter nahezu unversehrt erhalten. Nur im
letzten Jahrhundert wurde ein älteres Gebäude durch einen Brand zerstört,
und 1945 entstanden
bei Bombenangriff einige kleinere Schäden. Das gotische Erscheinungsbild mit
den vielen Türmen und Erkern und dem Bergfried in der Mitte ist jedoch bis
heute unverändert. Auf den eigentlich romanischen Ursprung weisen nur noch
einzelne Elemente hin, da die Burg aus vielen unterschiedlichen Teilen
besteht, die zu verschiedenen Zeiten erbaut wurden..
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12 Jh. |
Die Edelherren von Braubach bauten im
12. Jh. die erste
Befestigungsanlage. Die dazu gehörenden Zwinger, Basteien und Rundtürme
wurden im 15. und
16. Jahrhundert
ausgebaut und ergänzt. |
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1283 |
Den neuen Palast mit seinen drei gotischen
Ecktürmchen erbauten die Grafen von Katzelnbogen, die ab
1283 für etwa zwei Jahrhunderte die Besitzer der
Burg waren. Unter ihnen erlebte die Marksburg ihre Glanzzeit, |
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1300 |
Denn
um 1300 begann bei
Braubach der Silberbergbau. Er verhalf den Grafen zu den nötigen Mitteln,
die Marksburg so auszubauen, daß sie zum Vorbild für den mittelalterlichen
Burgenbau wurde: Außer dem zweiten Palast fügten sie eine doppelte Ringmauer
hinzu, einige Tore und den Bergfried in der sogenannten Butterfaßform, die
französische Vorbilder hat: Aus dem quadratischen Rumpf des Turms ragt ein
schlankerer, runder Aufsatz vierzig Meter hoch in die Luft. |
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15 Jh. |
Zu Ende des 15.
Jahrhunderts fiel die Marksburg an die Landgrafen von Hessen. Diese
verstärkten mit zwei Vorbastionen, dem "Scharfen Eck"und dem "Pulvereck",
und durch den Bau von Batterien die Befestigung der Burg. Sie wohnten jedoch
nur noch ein knappes Jahrhundert dort und verlegten ihre Residenz dann in
die nahegelegene Philippsburg. Die Marksburg diente danach vor allem als
Bergfeste und Gefängnis. |
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17 Jh. |
Mitte des
17.
Jahrhunderts wurde das äußere Tor, ein Zugbrückentor, hinzugefügt. |
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1866 |
Nachdem sie
1866 in
preußischen Besitz gekommen war, übergab Kaiser Wilhelm II. sie
1900 der
gerade gegründeten Deutschen Burgenvereinigung, die sie vollständig
restaurierte und bis
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