Deutschland

Rheinland-Pfalz

 

Burg Nr. 221

Marksburg

Besucht am: 22.03.2005

 

 

 
  Große Batterie mit „Kartaunen“. Kleine Batterie 1711 erbaut, Schartentor Kühlschrank aus dem Mittelalter    

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1100
Zerstört:  
Parkplätze Koordinaten: Vor der Burg
Gründer: Die Edelherren von Braubach
Ortschaft:

56338 Braubach

Infos: http://www.marksburg.de
Grundriss:
 

 
 

 

1100

Wenn auch eine Urkunde von 1231 zum ersten Mal auf eine Burg in Braubach schließen lässt, finden wir in Quellen des frühen 12. Jahrhunderts schon die Edelfreien von Braubach, die wohl diesen günstigen Platz für eine Burg ausgesucht und wohl kurz nach 1100 erstmalig bebaut haben, wahrscheinlich mit dem – damals eher noch nicht so hohen – Turm auf der höchsten Spitze des Felsens, einem Wohnbau und einer Ringmauer drumherum. Eine noch ältere Vorgängeranlage ist an dieser Stelle nicht nachweisbar.

 
 

Am Mittelrhein, über der Stadt Braubach, liegt auf einem 140 Meter hohen, waldbewachsenen Schieferfelsen die Marksburg. Sie ist als einzige Burg am Rhein seit dem Mittelalter nahezu unversehrt erhalten. Nur im letzten Jahrhundert wurde ein älteres Gebäude durch einen Brand zerstört, und 1945 entstanden bei Bombenangriff einige kleinere Schäden. Das gotische Erscheinungsbild mit den vielen Türmen und Erkern und dem Bergfried in der Mitte ist jedoch bis heute unverändert. Auf den eigentlich romanischen Ursprung weisen nur noch einzelne Elemente hin, da die Burg aus vielen unterschiedlichen Teilen besteht, die zu verschiedenen Zeiten erbaut wurden..

 
12 Jh.

Die Edelherren von Braubach bauten im 12. Jh. die erste Befestigungsanlage. Die dazu gehörenden Zwinger, Basteien und Rundtürme wurden im 15. und 16. Jahrhundert ausgebaut und ergänzt.

 
1283

Den neuen Palast mit seinen drei gotischen Ecktürmchen erbauten die Grafen von Katzelnbogen, die ab 1283 für etwa zwei Jahrhunderte die Besitzer der Burg waren. Unter ihnen erlebte die Marksburg ihre Glanzzeit,

 
1300

Denn um 1300 begann bei Braubach der Silberbergbau. Er verhalf den Grafen zu den nötigen Mitteln, die Marksburg so auszubauen, daß sie zum Vorbild für den mittelalterlichen Burgenbau wurde: Außer dem zweiten Palast fügten sie eine doppelte Ringmauer hinzu, einige Tore und den Bergfried in der sogenannten Butterfaßform, die französische Vorbilder hat: Aus dem quadratischen Rumpf des Turms ragt ein schlankerer, runder Aufsatz vierzig Meter hoch in die Luft.

 
15 Jh.

Zu Ende des 15. Jahrhunderts fiel die Marksburg an die Landgrafen von Hessen. Diese verstärkten mit zwei Vorbastionen, dem "Scharfen Eck"und dem "Pulvereck", und durch den Bau von Batterien die Befestigung der Burg. Sie wohnten jedoch nur noch ein knappes Jahrhundert dort und verlegten ihre Residenz dann in die nahegelegene Philippsburg. Die Marksburg diente danach vor allem als Bergfeste und Gefängnis.

 
17 Jh.

Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das äußere Tor, ein Zugbrückentor, hinzugefügt.

 
1866

Nachdem sie 1866 in preußischen Besitz gekommen war, übergab Kaiser Wilhelm II. sie 1900 der gerade gegründeten Deutschen Burgenvereinigung, die sie vollständig restaurierte und bis

 
 
Letzte Aktualisierung: 23.11.2011 Fehler entdeckt?