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1145 |
Werden in einer
Urkunde, deren Echtheit angezweifelt wird, die Brüder Welf und Ulrich von
Falkenstein erwähnt. Ob Neu-Falkenstein der ursprüngliche Stammsitz einer
Adelssippe war, muss daher offen bleiben. |
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12 Jh. |
Die Burg wurde im
12.Jh. durch die Herren von Falkenstein, die
nicht unbedingt identisch mit den späteren Herren von Falkenstein sind,
gegründet. |
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Gegen Ende des
12. Jh. wird Neu-Falkenstein als Besitz der
Herren von Bechburg genannt, die ihre Burgen ebenfalls im Umland von
Balsthal hatten und damit den südlichen Zugang zum Pass des Oberen
Hauensteins beherrschten. Ab dem frühen 13. Jh. nannte sich ein Zweig dieser
Familie nach der Herrschaft Falkenstein. In dieser Zeit wurde die Burg
umgestaltet, indem ihr ein grosser wehrhafter Palas im Ostwerk angefügt und
ein neuer, runder Bergfried errichtet wurde. |
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1300/09 |
Noch vor
1300 wechselte die Burg, nun als Lehen der
Grafen von Frohburg, vom Falkensteiner Familienzweig an die Stammlinie der
Bechburger zurück, doch gehörten Anteile an der Festung auch dem mit diesen
verwandten Rudolf von Wart. Dieser Ritter aus der Gegend von Winterthur
gehörte 1308 zu den Mördern des Königs Albrecht
von Habsburg. Nach der Bluttat hielt sich Rudolf mit seinen Mittätern kurze
Zeit auf Neu-Falkenstein auf, verkaufte seine Anteile an der Burg
1309 aber an seine Vettern Heinrich und
Markwart von Bechburg. Wohl deshalb wurde die Burg beim Rachefeldzug der
Habsburger nicht zerstört |
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1356 |
Im grossen Erdbeben von
Basel (1356) wurde die Burg zerstört und danach
wieder aufgebaut. Daher der Name Neu-Falkenstein obwohl die Burg älter ist
als Alt-Falkenstein bei Klus. |
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1374 |
kam es zum sogenannten Safrankrieg: Henmann von Bechburg beschlagnahmte damals wegen
Schuldforderungen an die Stadt Basel Handelsware, darunter vor allem kostbares
Safran. Dies wurde als Landfriedensbruch aufgefasst, weshalb Truppen aus Bern,
100 Schützen mit einer Wurfmaschine aus Basel, Landgraf Rudolf IV. von Nidau,
Hartmann von Neu-Kyburg und Sigmund von Thierstein-Farnsburg vor die Burg zogen
und sie 14 Wochen lang belagerten. Schliesslich wurde die Festung eingenommen
und teilweise zerstört. Der anschliessende Wiederaufbau führte wohl zum Namen
Neu-Falkenstein. |
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1380 |
Henmann, der letzte Bechburger,
war nach dem Konflikt ruiniert, verpfändete die Burg
1380 an Rutschmann von Blauenstein und fand sechs Jahre später in der
Schlacht von Sempach den Tod. |
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1402 |
Im nun folgenden Erbstreit erhoben
auch Henmanns Schwester Margarete von Heidegg sowie die Grafen von Thierstein
Ansprüche auf die Herrschaft. Hans von Blauenstein, der Neu-Falkenstein von
seinem Vater geerbt hatte, verkaufte deshalb seine Rechte an der Burg
1402 der Stadt Solothurn. |
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1417/1669 |
Die Thiersteiner verzichteten nun auf ihre Ansprüche, an
Margarete von Heidegg zahlte Solothurn 1417 eine Entschädigung von
500 Gulden.
Oberster Lehnsherr über Neu-Falkenstein bleib noch bis 1669 der Bischof von
Basel. |
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1798 |
Unter solothurnischer
Herrschaft wurde Neu-Falkenstein zum Landvogteisitz. Die Burg erfuhr dabei
verschiedene Umgestaltungen, bis sie während der Helvetischen Revolution im
Juli 1798 vom aufgebrachten Landvolk in Brand
gesteckt wurde. |
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1938/39 |
1938 bis
1939 erfolgten
auf der Ruine Freilegungsarbeiten, bei denen leider nicht sehr sachgemäss
vorgegangen wurde und zahlreicheFunde verloren gingen. |
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(Quellen: MEYER, Werner.
Burgen von A bis Z: Burgenlexikon der Regio. Basel 1981. S. 210-213. /
LOERTSCHER, Gottlieb. Die Kunstdenkmäler des Kantons Solothurn, Bd. III: Die
Bezirke Thal, Thierstein und Dorneck. Basel 1957. S. 66-70. / AMIET, Bruno. Die
Burgen und Schlösser des Kantons Solothurn [Die Burgen und Schlösser der
Schweiz, Bd. III]. Basel 1930. S. 43-47.) |
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