Schweiz

Aargau

 

Burg Nr. 230

Ruine Alt-Thierstein

Besucht am:

16.04.2005

 

 

 
    Obere Terrasse   Burg Eingang Untere Terrasse  

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1082
Aufgelassen: 15 Jh.
LK. Koordinaten: West-Ost. 640.24  Süd-Nord. 260.82
Gründer: Thiersteiner Geschlecht
Ortschaft:

 

Gipf-Oberfrick

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 

 

 
 

 

Die Burg ist immer zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

In der nähe der Ruine

GPS: N: 00°00`00 /  O: 0°00`00

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Ja

 

Bauweise:   Umfasste in 7 Bauperioden ca. 30
Höhe:   Räume auf 3 Terrassen.
Burgentyp:    
Ja Nein
 

 

1082

Die Burg wird von dem Thiersteiner Geschlecht erbaut.

 
12.-15. Jh.

Die Burg ist zu diesem Zeitpunkt bewohnt.

 
 

Die Familie wird im 11. Jh. zum ersten Mal erwähnt und scheint zu diesem Zeitpunkt verwandschaftlich noch stark mit der benachbarten Alt-Hombergern verbandelt gewesen zu sein.

 
1180

Schon um 1180 bauen die Tiersteiner die Burg Neu-Tierstein bei Büsserach und verlegen ihren Herrschaftsmittelpunkt dorthin. Alt-Tierstein dürfte danach als Verwaltungssitz für einen Vogt gedient haben. Die Tiersteiner errichten in der Folge im Raum Basel eine grosse Grundherrschaft, wo sie zusätzlich die Burgen Pfeffingen und die Farnsburg bauen

 
1356

Durch das Basler Erdbeben wahrscheinlich zerstört und später wieder aufgebaut.

 
14 Jh.

Die Anlage war wohl Sitz der Graffen von Homberg-Thierstein. Aus dem Stammgut im Fricktal und Besitz im Sisgau entwickelte sich im 14. Jh. die Herrschaft Farnsburg.

 
15 Jh.

Die Burg wurde im frühen 15. Jh. aufgelassen. Im 15. Jh. geraten sie vermehrt mit der Stadt Basel in Konflikt, sodass sie ihr Augenmerk auf das Elsass richten und dort die berühmte Hohkönigsburg bei Schlettstadt bauen

 
16 Jh.

Zu Beginn des 16. Jh. stirbt die Familie aus.

 
1934

Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten (Funde im Hist. Museum Schloss Lenzburg)

 
 

im 11. Jh. gehört die Anlage zu den frühen Adelsburgen. Der Baubefund auf Alt-Tierstein ist extrem kompliziert und zeugt von einer relativ untypischen, verschachtelten Burganlage, die geprägt war durch zahlreiche Um- und Neubauten. Ob die Burg im Erdbeben von Basel 1356 zerstört wurde, kann archäologisch nicht eindeutig belegt werden.