Schweiz

Glarus

 

Burg Nr. 616

Ruine Benzigen

Besucht am: 17.09.2011

 

 

 
             
   

 

   
             

Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 13. Jh.
Zerstört Aufgelassen:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 724.420 Süd-Nord. 206.760
Gründer:  
Ortschaft:

8762 Schwanden

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 

 

 

Abb. 1: Die Burgstelle mit den sieben Sondierschnitten. In Nr. 4 fand man die über drei Meter
dicke Mauer. Nördlich von Nr. 3 liegt die Aufschüttung („Koffer“).

Die Burg befindet sich auf Privaten Grundstück, kann aber besichtigt werden.

 

Kein Absturzgefahr.

 

Eichwaldstrasse

GPS: N: 47°00.050 / O: 9°04.318

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Bauweise:    
Höhe: 574  m.ü.M GPS: N: 47°00.016 /  O: 9°04.501
Burgentyp:    
Ja Nein
 
 
Länge: 200 m

Es führt kein offizieller Weg zur Burg. Die Wiesen oberhalb der Anlage sollten bei hohem Gras nicht betreten werden

Wanderzeit: 5 min Schwierigkeit: mittel 
 

 

 

Von der Burg sichtbar ist ein Mauerwinkel aus grossen Blöcken

 
1242

Die Geschichtsforschung hat inzwischen zahlreiche Stellen in Tschudi Werk als Fälschung erkannt. So ist z.B. von den Burgherren von Benzigen lediglich ein «Heinrich von Schwanden» (1242) ohne jedliche Adelbezeichnung übriggeblieben

 
1501

Der bekannte Glarner Chronist Aegidius Tschudi (1501-1572) ordnet diese Burg den Freiherren von Schwanden zu

 
16 Jh.

Ab dem 16. Jh. wurde das Burgareal als Versammlungsplatz für die Glarner Landsgemeinde genutzt.

 
2005

Sondierung 2005 und 2008, Die Bauzeit der Burg ist nach den beiden Sondierungen weiterhin nur vage ins 13. Jh. zu datieren, weil keine datierbaren Funde zum Vorschein kamen. Hingegen wurde ein mächtigen Turm von 18×18 m Grundfläche und eine weitläufige Ringmauermauer von über 90 m Länge freigelegt. Der Turmstumpf ist noch gut 4 m hoch erhalten und auf zwei Seiten vollständig mit Mauerschutt zugedeckt.

 
 

Ende des 19. Jh. hat der damalige Grundbesitzer das Burggelände grossflächig verändert. Die Mauern der Vorburg wurden weggeräumt und der Schutt beim Turm aufgehäuft. Danach wurde der noch hervorragende Teil des Turmes abgebrochen und zum Schluss der so entstandene Schutthügel mit Erde überdeckt.

 
 

Bei der Ruine der Burg Benzigen oberhalb von Schwanden braucht es noch weitere archäologische Arbeiten. Vieles an der Ruine wirft Fragen über das Aussehen und die Geschichte des Gebäudes auf. Neben Sicherungsmassnahmen ist das Ziel des Historischen Vereins mit einer weiteren Sondierung weitere Informationen zur Burg Benzigen  zu erhalten. Dank dieser Informationen wird geklärt, wie man mit der Ruine weiter verfahren soll.

 
 

Quellen: Thomas Bitterli-Waldvogel - Schweizer Burgenführer. Basel/Berlin, 1995. Bitterli, Thomas: Burgruine Benzigen bei Schwanden (GL) – Ergebnisse der Sondierungen 2005 und 2008
Mittelalter – Moyen AgeMedioevoTemp medieval, Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 15. Jahrgang 2010, Heft 2, 62 – 80.

 
 
Letzte Aktualisierung: 19.09.2011 Fehler entdeckt?