Schweiz

St-Gallen

 

Burg Nr. 163

Ruine Blatten

Besucht am: 20.06.2004

 

   

 

   
                 

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: ca. 1230
Zerstört: 1799
Km-Koordinaten: GPS: N: 47°18`30 /  O: 9°33`55 Parkplatz
Gründer:  
Ortschaft: 4963 Oberiet
Infos: Immer zugänglich
Grundriss:  
 

 

 

Südlich von Oberriet, auf einem Querriegel zum Rheintal, Stehen die Ruinenteile der Burg Blatten. Gut sichtbar ist der Bergfried, welcher noch gute fünf Stockwerke hochreicht. Er hat einen quadratischen Grundriss von über zwölf Meter Seitenlänge bei einer Mauerdicke von ca. 2,5 m. in rund sechs Metern Höhe ist auf der Nordseite der Hocheingang mit ehemals geradem Sturz Erhalten. Der ebenerdige Zugang ist erst in der Zeit nach 1468 entstanden, Ter Turm steht in der Südwestecke eines grossen Burgplatzes, der von einer Ringmauer geschützt war.

 
 

Die Burg Blatten liegt in den Gemarkungen des alten Reichshofs Kriessern, eine ehemaligen Zone von Urwald, Sumpf und Weiden.

 
ca. 1230

Gemäss der Anlage muss die Feste kurz nach 1230 erbaut worden sein, nach dem König Heinrich, der Sohn Friedrichs II., den Hof Kriessern dem Kloster St. Gallen geschenkt hatte.

 
1274

Zog Rudolf von Habsburg, der seit einem Jahr König war, den Hof an Reich zurück, die Burg Blatten jedoch verblieb dem Kloster, Im selben Jahr verpfändete Rumo von Ramstein , Abt von St. Gallen, die Burg an den klösterlichen Ministerialen Ulrich von Ramschwag

 
1457

Bis 1457 blieb das Lehen in der Familie, welche kurz nach der Übernahme der Burg vom König Rudolf von Habsburg auch den Reichshof Kriessern, in dessen Gemarkungen die Burg ja stand, erhalten hatte, erhalten hatte. Mit dieser Gabe zeigte sich der König gegenüber Heinrich Walter von Ramschwag dafür erkenntlich, dass dieser seinem Herrn in der Schlacht auf dem Marchfeld bei Wien das Leben gerettet hatte.

 
1458

Infolge Verarmung waren 1458 die beiden Brüder Walter Heinrich und Ulrich gezwungen, die Burg und Herrschaft Blatten auf die Gant zu bringen, wo sie Jakob Mangold, Bürger zu Konstanz, um einen bescheidenen Preis erwarb.

 
1468/1798

1468 Kaufte Abt Ulrich VIII. Rösch die Burg zurück, und von da an diente Blatten bis 1798 den äbtischen Vögten von Kriessern als Amtssitz.

 
1799

Zur Ruine wurde die Burg erst 1799, als Franzosen und Österreicher sich hier befehden. Die Burg wurden von da aus als Steinbruch genutzt.

 
1911

Erst 1911 wurden vom Kanton erste Sicherungsarbeiten durchgeführt.