Schweiz

Graubünden

 

Burg Nr. 424

Ruine Castels (Putzerburg)

Besucht am:

04.10.2008

 

   

   
    Festbetrieb links die Reste der Barbakane   Der Turm entstand wohl um 1200,      

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 12. Jh.
Zerstört: 1649
LK. Koordinaten: West-Ost. 775.640  Süd-Nord. 199.650
Gründer:  
Ortschaft:

7242 Luzein/GR

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 

 

 
 

 

Die Burg ist immer zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

In der nähe der Ruine, beim Schulhaus

GPS: N: 46°55`31 /  O: 9°44`41

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Bauweise: Alternativname: Putzerburg Höhe: 1065m
     
     
Ja Nein
 
 
Länge:

150 m,  Fussweg zur Burg ausgeschildert. Die Burg befindet sich auf Privaten Grundstück, kann aber besichtigt werden.

Wanderzeit:
10 Min
Schwierigkeit: Leicht
 

 

 

Der Hauptort Luzein wird erstmals Mitte des 12. Jh. als lucen in einem Verzeichnis des Domkapitels Chur, das hier grossen Grundbesitz hatte,

 
 

Die ältesten Bauwerke auf Gemeindegebiet. Es sind dies das Schloss Castels bei Putz, die Burg Stadion auf dem Luzeiner Kirchenhügel und der Turm der Kirche zu Luzein.

 
12. Jh.

Das Schloss spielte nicht nur lokal, sondern auch in der Tal- und Bündnergeschichte eine bedeutende Rolle. Die Entstehung der Anlage liegt im Dunkeln. E. Pöschel, der bekannte Bündner Kunsthistoriker, verlegt den Turm ins frühe 12. Jh.

 
13. Jh.

Ev. auch ein Kirchenkastell aus dem frühen Mittelalter handelt, das im 13. Jh. in eine Feudalburg umgewandelt wurde.

14 Jh.

Im 14. Jh. gehörte Castels zum Prättigauer Herrschaftsbereich von Ulrich von Aspermont.

 
1338/1344

Seine Erben verkauften Burg und Güter zu Castels 1338 an Friedrich von Toggenburg und Ulrich von Matsch. 1344 teilten sich die beiden Käufer den Besitz, wobei die Burg an die Matsch fiel.

 
1394

War Castels im Besitz der Toggenburger, stellte doch Graf Friedrich ein Urkunde ze Castell in vnsrer vesty aus.

 
1436

Nach dem Tod des Toggenburgers 1436 gelangte Castels wieder an die Matsch;

 
1499

Im Schwabenkrieg wurde die Burg am 16. oder 17. Februar 1499 von den Bündnern eingenommen, nach Friedensschluss jedoch wieder den Österreichern zurück gegeben; 1499 sass jedenfalls wieder ein österreichischer Vogt auf Castels, Hans Schuler aus Davos.

 
16 Jh.

Erweiterungen erfolgten bis ins 16. und 17. Jh..

1622

Wurde die Burg von den Bündnern belagert. Nachdem die Wasserversorgung unterbrochen worden war, ergab sich die Burg am 25. April und wurde teilweise zerstört.

 
 

Bereits im September wurde sie von Graf Sulz wieder zurück erobert. Im Lindauer Friede vom 6. September 1622 wurde bestimmt, dass die Bündner die Burg wieder aufzubauen und für den Schaden aufzukommen hätten. Ob dies auch geschah, ist unklar.

 
1649

kauften sich die Prättigauer von Österreich los. Die Burg Castels wurde von den Bündnern zerstört und ist seither Ruine.

 
1496

Verkaufte er die Anlage an Kaiser Maximilian

 
     
 

Burgenkarte der Schweiz Ost., Bundesamt für Landestopografie, Ausgabe 2007, Otto P. Clavadetscher, Werner Meyer: Das Burgenbuch von Graubünden. Zürich 1984. Werner Meyer: Burgen der Schweiz. Band 3. Silva Verlag. Zürich, 1983