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11. Jh. |
Auf Grund der
Keramikfunde muss schon im
11.
Jahrhundert eine Burg bestanden haben. |
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1360 |
Verkaufte Graf Sigmund II. von
Thierstein-Farnsburg seine "Burg ze Tornegg" mit allem Zubehör an Herzog
Rudolf IV. von Österreich und empfing sie als Erblehen zurück. |
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1384 |
Sah sich die Witwe
Sigmunds gezwungen, ihrem Lehensherrn, Herzog Leopold, ausser der Burg das halbe
Dorf Dornach und das (ganze?) Dörfchen Gempen zu veräussern. Aber auch
Österreich vermochte den neu erworbenen Besitz nicht zu halten |
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1394 |
Schon nach zehn
Jahren verpfändete Herzog Leopold IV. die Burg Dorneck dem Basler Bürger Henman
"dem Efringer" |
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1485 |
Erwarb Solothurn in geschickten
Verhandlungen von Bernhard von Efringen "die burg genant Dornegk". Zwei
Jahre später einigten sich Solothurn und die Grafen von Thierstein dahin,
dass die Stadt die Burg für sich allein besitze. |
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1502 |
Erst
1502,
nach dem Schwabenkrieg, verkauften die verschuldeten Thiersteiner ihren
Anteil an Solothurn. |
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Während der
folgenden 300
Jahre residierten nacheinander
60
Vögte auf Dorneck. Die Burg blieb - im Gegensatz zu den andern
solothurnischen Landvogteisitzen - bis zu ihrem Untergang, |
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1798 |
Eine Festung,
die beträchtlich ausgerüstet war und bei allen Bedrohungen der Grenze vom
Rhein und vom Elsass her eine verstärkte Besatzung erhielt. |
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Baugeschichte und Beschreibung |
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Die auch als
RUINE noch äusserst imponierende Anlage erhebt
sich östlich von Dornach aus den alten Rebenäckern auf einem schmalen, nach
Nordosten hinaufstreichenden Felsband. Vermutlich wurde die Burg durch die
Thiersteiner Grafen im 13. Jahrhundert erbaut und zerfiel im Basler
Erdbeben. Topographisch genau erfasst ist das Äussere auf dem grossen
Holzschnitt der Schlacht. Danach zeigte der Hauptbau schon damals die
Formen, welche an der heutigen RUINE noch
abzulesen sind. Nur die Akzente wurden später verschoben, die Aussenwerke
vermehrt. Die Burg bestand aus dem dominierenden Bergfried, von einer
hölzernen Laube mit Zeltdach abgeschlossen, dem südwestlichen Hexenturm und
der dazwischenliegenden Palasfront mit Söller und Wehrgang. Die gefährdete
Nordseite war verstärkt durch drei halbrund ausspringende, turmartige
Befestigungen. Sie wurden bei der Belagerung von 1499 beschädigt, wie auch
das Vorwerk. Die Ostflanke dürfte - im Vertrauen auf den steilen Felsabfall
- ebenso ungenügend geschützt gewesen sein wie die Gegenseite. Sicher ist,
dass die Burg beim Übergang an Solothurn in schlechtem Zustand war. Die
innere Gliederung zu jener Zeit bleibt ungewiss. Nach dem Schlachtprospekt
lagen die Wohnräume schon damals an der Westseite. Auch sind Hauskapelle und
Zisterne bezeugt. |
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Gleich nach dem
siegreichen Ausgang der Schlacht nimmt Solothurn die Wiederherstellung und
Verstärkung der Burg fest an die Hand. Noch im Jahre 1499 verdingt die Stadt
ihrem aus dem Prismell eingewanderten Werkmeister Hans Gibelin neben
verschiedenen Reparaturen im Innern, |
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die Erstellung des Zwingers vor der
Westseite
einen alles überragenden Turm mit 8 Schuh dicken Zinnen (wohl an der
Nordseite)
ein gegen das alte Schloß hin offenes "Bollwerktürmli"
den späteren Kapellenturm |
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und den um 1780
erneuerten Zwillingsturm an der Südecke. Im April des nächsten Jahres
erfolgt, ebenfalls an Gibelin vergeben, der Ausbau der vom natürlichen
Schutz entblössten Nordseite, beginnend mit dem Abbruch und Neuaufbau des
zinnenbewehrten Vorhofes und einem 80 Schuh hohen Eckturm (wohl einem
Vorläufer der kleinen Bastion). Ein zweiter Turm, "dem hus zue beschirmung",
sollte halb in der Umfassungsmauer stehen, sehr fest und höher als die
übrigen Bauten sein. Es dürfte sich um den leicht ausbiegenden Flankenturm
des inneren Burgtores handeln, woran sich um 1545 das grosse Bollwerk
schliesst. Der Bergfried erhält den charakteristischen, nach innen gebogenen
Zinnenkranz, der kurz darauf auch in Solothurn (Baseltor, Ritter und
"Muttitürme") auftaucht und später das grosse Bollwerk auf Dorneck
abschliesst. Der Umfang der Arbeiten ist bedeutend grösser als vorgesehen;
die Stadt zahlt allein dem Meister Gibelin fast 2000 Pfund an Geld. Im Jahre
1509 kommt der Ausbau des Palas mit Fachwerk, Täfer und Heizung.
Gleichzeitig soll "das nüw Werch Zü dornegk Zwüschen den Türnen glich hoch
mit Zinnen unnd venstren" versehen werden. Der Rat verdingt die Arbeiten
Peter Weber und Melchior Jannoly (Joneli) und einem Zimmermann von
Gilgenberg zu Basel. |
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Damit hat der
Wohnteil des Schlosses seine endgültige Gestalt erlangt. Erst nach 1543 wird
ein neuer Akkord geschlossen mit Meister Hans, dem Maurer von Dornach. Es
betrifft die Verstärkung der verwundbaren Nordseite, also den Ausbau des
Vorhofes und das bis zur Brustwehr vollständig ausgefüllte grosse Bollwerk,
das allein über 3'000 Solothurner Pfund kostet. Der langjährige Vogt Durs
Schwaller lässt hier 1546 eine Wappentafel einfügen. Es folgen,
vorangetrieben durch die Bedrohung des Schmalkaldischen Krieges, der Bau der
kleinen Bastion, der Fallbrücke, die Verstärkung der Ostseite ("Hüenerchrätze")
und schliesslich ein weiterer Turm, das sogenannte Schnetzhüsli (wohl der
spätere Pulverturm an der Südostecke des grossen Bollwerkes). Nach
jahrelanger, mühseliger Arbeit stösst man beim früher nur als Zisterne
brauchbaren Sodbrunnen 1551 endlich auf Grundwasser, nach dem Chronisten
Haffner in 45 Klafter = zirka 85 m Tiefe! |
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Seit der Mitte des
16. Jahrhunderts beschränken sich die Arbeiten auf den Ausbau und Unterhalt
des Schlosses und der nördlich gelegenen Ökonomiegebäude, darunter den
Neubau der Scheune (um 1572), des Treppenturmes beim Sod (1584) und - im
Dreissigjährigen Krieg, 1634 - auf die Verstärkung der Südseite, unter
anderem durch einen neuen Turm. Die Kapelle wird mehrmals verlegt und
erneuert: 1583 soll der Vogt das " Sacelli auf dem broot gaden zurüsten ";
1605 wird eine Gesindestube eingerichtet, wo die alte Kapelle war; 1706
erhält Gemeinmann von Roll die Weisung zu "sehen, ob nicht das Kirchlein an
einem bequemeren Orth daselbsten einzurichten" wäre, worauf es wohl erst in
den mittleren Turm der Ostseite auf die Höhe der Laube verlegt wird. 1763
zeichnet Jakob Umher einen unausgeführten Riss für einen vollständigen
Neubau. Erst 23 Jahre später werden nach einem Projekt des "Inspectors"
Paolo Antonio Pisoni in den dreistöckigen Halbturm eine neue, gewölbte
Kapelle und darüber ein Archiv eingebaut. Dies sind die letzten grösseren
Bauarbeiten in der Festung, die am Tage der Kapitulation Solothurns, am 2.
März 1798, den Franzosen nach heftiger Beschiessung in die Hände fällt. Die
Burg wird ausgeplündert und angezündet und später als Steinbruch benutzt.
Sie ist im 19. Jahrhundert ein beliebtes Motiv für Vedutenzeichner. |
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Im Zusammenhang mit
der Schlachtfeier von 1899 erwachte endlich auch das historische Interesse
an der RUINE. Die Gemeinde schenkte sie dem
Staat, der sie 1903 ausräumen und sichern liess, sich einer Rekonstruktion
jedoch widersetzte. 1932 erfolgten die letzten umfassenden
Konservierungsarbeiten. Seit dieser Instandstellung wurde die
RUINE kaum oder nur mit geringsten Mitteln
unterhalten. Demzufolge ist das Mauerwerk teilweise ausgewaschen,
Ausbuchtungen und Risse wurden beobachtet. Zudem drohte die Gefahr von
herunterfallenden Steinen. Im Jahr 1997 beschloss der Regierungsrat, an der
Burganlage die notwendigen Restaurierungs- und Sicherungsmassnahmen
vorzunehmen, damit der historische Bestand erhalten bleibt. Nach
zweijährigen Sanierungsarbeiten steht die RUINE
Dorneck den Besucherinnen und Besuchern wieder offen |
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