Deutschland

Rheinland-Pfalz

 

Burg Nr. 147

Ruine Fürstenberg

Besucht am:

09.04.2004

Sie war einst eine der stärksten Festungen am Rhein.

   

   
             

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1229
Zerstört: 1689
Km-Koordinaten: GPS: 50°02´39 N + 007°47´07 E
Gründer: Erzbischof von Köln
Ortschaft:

Rheindiebach, 50 km von Koblenz an der B9, (linke Rheinseite), rheinaufwärts

Infos:

Die Ruine befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.  Sie ist heute noch in dem Zustand nach ihrer Zerstörung im Jahre 1689

Grundriss:  
 

 

1219/20

Soll der Kölner Erzbischof Engelbert I die Burg Fürstenberg zur Sicherung seines Besitzes um Bacharach und vor allem des Zolls stromaufwärts gegen die pfalzgräfliche Stahleck erbaut haben.

 
13. Jh.

Anfang des 13. Jh. galt auch die Fürstenberg als Raubritternest. Die rheinischen Städte, die sich zum Schutze gegen das immer weiter ausdehnende Raubrittertum verbündet hatten, zerstörten sie und mit ihr viele andere Raubritterburgen.

 
 

So hielt sich Kaiser Ludwig lange hier auf und stellte auch hier die Urkunden aus, in denen er Boppard und Kaub die Stadtrechte verlieh.

 
1243

Gab Erzbischof Konrad I. die Burg als erbliches Lehen an König Ludwig von Bayern aus dem Hause Wittelsbach.

 
1297

Erhält Mechthild, die Tochter König Adolfs, von Pfalzgraf Rudolf I. Burg Fürstenberg als Wittum.

 
1319

Nach dem Tod ihres Gemahls bezieht Pfalzgräfin Mechthild Fürstenberg als Witwensitz.

 
1321

Rudolfs Bruder Kaiser Ludwig bringt die Burg gewaltsam in seinen Besitz und zwingt Mechthild und ihre Söhne zum Verzicht.

 
1326

Wird die Burg Margareta von Holland, der Gemahlin Kaiser Ludwigs, überschrieben.

 
1620

Erobert Ambrosio Spinola die Burg, legt eine Besatzung hinein und inhaftiert den protestantischen Pfarrherren sowie die Geistlichen der Umgebung auf der Burg.

 
1632

Übergibt Spinola die Fürstenberg kampflos an König Gustav Adolf von Schweden.

1689

Sprengen die Franzosen die Burg und hinterlassen eine Ruine.

 
1694

Ist Dietrich Caspar Freiherr von Fürstenberg und Domprobst zu Mainz Eigentümer.

 
1801

Französischer Besitz durch Erwerbung der Ruine durch Familie Kurz aus Rheindiebach. Weitergabe an Prinz Friedrich der Niederlande.

 
1847

Umbaupläne zu einem neugotischen Schloß für Prinzessin Friedericke der Niederlande. Neuer Besitzer ist danach ihr Gemahl Fürst Wilhelm zu Wied.

 
1912

Erwerb der Burgruine und der dazugehörigen Weinberge durch die Familie Wasum, Weingroßhändler in Bacharach.

 
1973

Kauf durch die Firma Maero Delikatessen, Rosenheim, als Eigner der Kurpfalz-Sektkellerei in Speyer.

 
1993

Erwirbt die Familie Stelter die Ruine.