Schweiz

St-Gallen

 

Burg Nr. 162

Ruine Forstegg

Besucht am:

20.06.2004

 
Bewertung: ?????
Baujahr, erstmalige Erwähnung:

Ihre Bauzeit ist ungewiss; erstmals namentlich erwähnt wird sie 1206.

Zerstört:  
Km-Koordinaten: GPS: N: 47°14`36/  O: 9°30`01
Gründer: Ulrich und Heinrich von Sax erbaut
Ortschaft: Sennwald/Salez
Infos:

Privat,  Ruine eines sechseckigen Bergfried, Palas, Ringmauer und wenige Spuren der Befestigungen des 17.Jh.

Grundriss:  
 

 

1200

Durch Abt Ulrich und Heinrich von Sax um 1200 erbaut.

 
1206

Erstmals namentlich erwähnt wird sie 1206. als der Graf von Montfort-Feldkirch sie belagerte und Ulrich von Sax, Abt zu St.Gallen, sie am heiligen Karfreitag mit einer Schar befreite. Ursprünglich war Forstegg nur eine Burg, doch als die Freiherren ihre Residenz von Hohensax nach Forstegg verlegten, erhielt sie Rang und Namen eines Schlosses

 
 

Später im Besitz der Linie Hohensax ( von Sax). Die von Sax sympathisierten immer mehr mit den Appenzeller. Dadurch wurden die Burgen der Sax während den Appenzellerkriegen verschont

 
1476

Einer der markantesten Vertreter der Familie von Sax war Ulrich IV von Sax zu Forstegg.Er war ein treuer Parteigänger der Eidgenossen und kämpfte mit Ihnen in der Schlacht bei Grandson und vor Murten (1476). Zum Dank für seinen Einsatz während der Schlacht wurde er zu Ritter geschlagen.

 
 

Nachdem sein Vater völlig verarmt gestorben war, übernahm die Stadt St.Gallen die Vormundschaft über die unmündigen Kinder. Zur Beschaffung von Geld für deren Unterhalt verpfändete die Stadt die Burg Forstegg an Lütfried Mötteli.

 
 

Ulrich, während der Burgunderkriege zu Geld und Ruhm gekommen, löste das Pfand wieder ein.

 
 

Als Belohnung für seine wertvollen Dienste während des Schwabenkrieges (1499) erhielt er von den Eidgenossen Anteile und Gericht von Gams-Frischberg und hohe Gerichte zu Lienz.

 
1509-11

Er amtete auch zweimal als kaiserlicher Gesandter bei den Eidgenossen und setzte sich als deren Freund 1509 für eine Erneuerung des Erbvertrages ein (Vertrag zwischen Kaiser Maximilian I und den 12 Eidgenössischen Orten, Appenzell und dem Abt von St.Gallen) der 1511 in Baden unterzeichnet wurde.

 
1556

Die letzte besonders herausragende Saxer Persönlichkeit war Ulrich Philipps zweiter Sohn, Freiherr Johann Philipp. 1596, zwei Jahre nachdem er auf Forstegg Wohnsitz genommen hatte, fügte ihm ein Neffe am Maiengericht im Wirtshaus Löwen zu Salez im Streit schwere Verletzungen zu, denen er einige Tage später erlag. Sein als Mumie erhalten gebliebener Leichnam ist heute noch in der Sennwalder Kirche zu besichtigen.

 
1615

Als Eidgenössischer Hauptmann nahm er auch an den oberitalienischen Feldzügen teil. Später stand er in französischem Sold und nahm an verschiedenen Schlachten teil. Einige seiner Nachkommen dienten in verschiedenen Heeren als Söldner. Die beiden letzten des Geschlechts verkauften die Herrschaft Forstegg 1615 an die Stadt Zürich für 115`000 Gulden

 
1622-27

Von 1622-27 Bau einer Sternschanze und des Zeughauses durch den Bündner Festungsbaumeister Johann Ardüser.

 
1870

Werden die Gräben und Schanzen eingeebnet und die Burganlage dem Zerfall überlassen.