Schweiz

Zürich

 

Burg Nr. 263

Ruine Freienstein

Besucht am: 30.12.2005

 

   

 

   
            Sodbrunnen Tiefe 33.50m    

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1250
Zerstört: Feuer 1443
LK. Koordinaten: West-Ost. 686.470  Süd-Nord. 265.430
Gründer: Herren von Tengen
Ortschaft: 8427 Freienstein
Grundriss:
   
 
   
 

 

Die Burg ist Immer zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

Vom Ortskern von Freienstein führt die Strasse nach Dättlikon östlich der Ruine vorbei.

GPS: N: 47°32`01 /  O: 8°35`25

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Reste eines ca. 15m hohen Turmes.

 

Länge:

Ca. 200m Ein markierter Weg führt vom Parkfeld beim Sportplatz über einige Treppenstufen in 5 Min. hinauf zur Ruine. Der Turm ist begehbar und dient als Aussichtspunkt.

Wanderzeit: Ca. 5min
Schwierigkeit: Leicht, Wunderschön,
 

 

1250

Durch die Herren von Tengen erbaut.  
1254

Schenkte der damalige Besitzer Freiherr Conrad de Tengen die Burg seiner Tochter Ita und ihrem Mann, Freiherr Egolf von Hasle (auch genannt Egilolf de Hasli). In diesem Zusammenhang wurde die Burg erstmals Urkundlich erwähnt

 
1254/1360 Um 1254 bis 1360 im Besitz der Herren von Freienstein  
1334/1338

Entweder 1334 oder 1338 wurde die Burg offenbar durch Bürger von Zürich zerstört, danach aber wieder aufgebaut.

 
1360

Starb das Geschlecht Freiherren von Freienstein aus (Johannes von Freienstein blieb ohne Kinder). Danach wechselte die Burg mehrmals die Besitzer.

 
1436/1446

Der Schaffhauser Bürger Herrmann Künsch besass 1436 die Burg, bis sie 1446 nach einem Streit mit den Kyburgern abgebrannt wurde.

 
1806

Wurde ein Grossteil der Burgsteine (Quader) abgebaut und dazu verwendet, die Tössbrücke (auch Römerbrücke genannt) zu bauen

 
1975

Von der Erbengemeinschaft von Meiss-Trachsler dem Kanton Zürich geschenkt,

 
1975/77

1975 bis 1977 wurde die Anlage archäologisch untersucht und konserviert. Dabei wurden nicht nur drei gut erhaltene Schertklingen, sondern auch Teile einer eisernen Stabbüchse gefunden, die vermutlich die älteste in der Schweiz entdeckte Handfeuerwaffe darstellt.

 
 

Die Sage über das Ende der Burg, An einem Wintertag machte die bildhübsche Tochter eines freien Embrachers, einem geachteten, einflussreichen Mann, einen Besuch bei Bekannten. Dabei vergass sie die Zeit, und sie konnte ihre Rückkehr erst nach dem Einnachten antreten. Sie musste durch den dunklen Wald marschieren und plötzlich bemerkte sie mit Schrecken, dass sie von einem hungrigen Wolf verfolgt wurde. Sie konnte sich jedoch im Kymenhof in Sicherheit bringen. Nachdem dort ein junger Bursche ihr anbot, sie nach Hause zu begleiten, verliebten die beiden sich ineinander und versprachen sich die Treue. Zu dieser Zeit wusste auch der Raubritter von Freienstein um die Schönheit des Mädchens und wollte das Mädchen auf seiner Burg haben. Er bekam aber jedesmal eine Absage. Als das Mädchen eines Tages allein im Walde Brennholz suchte, kam der Raubritter und wollte sie wieder überreden, mit ihm zur Burg zu kommen. Sie weigerte sich und der Ritter packte sie einfach aufs Pferd und nahm sie zu seiner Burg, wo sie sich seinem Willen unterwerfen musste. Ihr Vater versuchte mit einem schlauen Trick, er liess sich beim Raubritter als schwäbischer Falkner einstellen, seine Tochter zu befreien, was ihm auch gelang. Er selber aber wurde dabei vom Ritter entdeckt und ins Verlies geworfen. Die Tochter alarmierte sofort die einflussreichsten Freunde ihres Vaters auf der Kyburg. Der Landgraf von Kyburg zog sofort mit einem Trupp schwerbewaffneter Krieger zur Burg Freienstein, um den Vater zu befreien. Nach einer Belagerung konnte der Burgturm in Brand geschossen werden und so konnte die Feste eingenommen werden. Als die Kyburger ihren Sieg feierten, vergassen sie den Vater im Kerker und bis sie sich seiner erinnerten, war der arme Mann in seinem dunklem Keller erstickt.

 
 

Quellen:

 
 
Letzte Aktualisierung: 31.12.2010 Fehler entdeckt?