|
|
Die Sage über das
Ende der Burg, An einem Wintertag machte die bildhübsche Tochter
eines freien Embrachers, einem geachteten, einflussreichen Mann, einen
Besuch bei Bekannten. Dabei vergass sie die Zeit, und sie konnte ihre
Rückkehr erst nach dem Einnachten antreten. Sie musste durch den dunklen
Wald marschieren und plötzlich bemerkte sie mit Schrecken, dass sie von
einem hungrigen Wolf verfolgt wurde. Sie konnte sich jedoch im Kymenhof in
Sicherheit bringen. Nachdem dort ein junger Bursche ihr anbot, sie nach
Hause zu begleiten, verliebten die beiden sich ineinander und versprachen
sich die Treue. Zu dieser Zeit wusste auch der Raubritter von Freienstein um
die Schönheit des Mädchens und wollte das Mädchen auf seiner Burg haben. Er
bekam aber jedesmal eine Absage. Als das Mädchen eines Tages allein im Walde
Brennholz suchte, kam der Raubritter und wollte sie wieder überreden, mit
ihm zur Burg zu kommen. Sie weigerte sich und der Ritter packte sie einfach
aufs Pferd und nahm sie zu seiner Burg, wo sie sich seinem Willen
unterwerfen musste. Ihr Vater versuchte mit einem schlauen Trick, er liess
sich beim Raubritter als schwäbischer Falkner einstellen, seine Tochter zu
befreien, was ihm auch gelang. Er selber aber wurde dabei vom Ritter
entdeckt und ins Verlies geworfen. Die Tochter alarmierte sofort die
einflussreichsten Freunde ihres Vaters auf der Kyburg. Der Landgraf von
Kyburg zog sofort mit einem Trupp schwerbewaffneter Krieger zur Burg
Freienstein, um den Vater zu befreien. Nach einer Belagerung konnte der
Burgturm in Brand geschossen werden und so konnte die Feste eingenommen
werden. Als die Kyburger ihren Sieg feierten, vergassen sie den Vater im
Kerker und bis sie sich seiner erinnerten, war der arme Mann in seinem
dunklem Keller erstickt. |
|