Schweiz

St-Gallen

 

Burg Nr. 161

Ruine Frischenberg

Besucht am:

20.06.2004

 

     

 

     
      Wohngebäude  

Der Bergfried 7x7 m Mauerstärke ca. 1.5 m

     
  Restaurant  Burg-Bäsa-Beiz Unterhalb der Burg

   

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1320-1325
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 752.240 Süd-Nord. 233.130
Gründer: Freiherr Ulrich III. von Sax erbaut
Ortschaft: 9466 Sennwald/Sax
Grundriss:
   
 
   
 

 

Die Ruine ist Immer zugänglich

 

Absturzgefahr.

 

Vor der Burg,

GPS: N: 47°13`53 /  O: 9°26`58 Restaurant

 

Restaurant vor der Ruine Ja.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Immer zugänglich, Ruine mit Resten eines Turms und eines zweiteiligen Gebäudes auf felsigem Vorsprung unterhalb der Burg Hohensax.

 
Nein Nein  
 
 
Länge: 300 m
Wanderzeit:

15 Min, Sennwald/Sax, Hauptstrasse zwischen Gams und Sennwald beim Ortsteil Rofisbach verlassen. In die Saxerbergstrasse einbiegen, dann bis zum Restaurant Burg-Bäsa-Beiz, dann dem Bach Bergauf folgen, Achtung sehr Steiler Hang. Die Ruine liegt auf der Linken Seite des Baches.

Schwierigkeit:

Schlecht zu erreichen.

 

 

1313

Frischenberg wird verschiedentlich als Vorburg der bedeutenderen, auf demselben Berggrat etwas höher liegenden Burg Hohensax bezeichnet, doch hatten die beiden Burgen oft unterschiedliche Besitzer und dienten als Verwaltungszentren für eigenständige Herrschaften. Unbestritten ist allerdings, dass Frischenberg die jüngere der beiden Burgen ist. Obwohl schriftliche Angaben fehlen, wird ihre Gründung allgemein Freiherr Heinrich Ulrich III. von Sax zugeschrieben. Dieser hatte 1313 seine Festung Wildenburg bei Wildhaus an die Grafen von Toggenburg verkauft und errichtete Frischenberg wohl kurz darauf als neues Verwaltungszentrum für die gleichnamige Herrschaft, die damals das Dorf Sax umfasste.

 
14 Jh.

Als es in der zweiten Hälfte des 14. Jhdt. zum Familienstreit zwischen Ulrich Eberhard III. von Hohensax und seinen Neffen kam, musste Herzog Leopold von Österreich schlichtend eingreifen. 1393 konnte der Herzog die Burgen Hohensax und Frischenberg erwerben, gab sie den Saxern aber als Pfand zurück. 1405 besetzten die aufständischen Appenzeller die Burg, ohne ihr aber ernsthaften Schaden zuzufügen, weil die Freiherren von Sax ihrer Sache wohlgesonnen waren.

 
1411/54

1411 kam Frischenberg durch Vererbung vorübergehend an die Herren von Bonstetten. 1446 zogen die Appenzeller abermals vor die Burg, die diesmal zusammen mit Hohensax eingeäschert wurde. Der damalige Burgherr floh nach Feldkirch und verkaufte die besetzte Herrschaft 1454 seinem Vetter, Albrecht V. von Hohensax.

 
1499

Nach dem Abzug der Appenzeller wurde das St.Galler Rheintal und damit auch Frischenberg den Eidgenossen übergeben. Weil Freiherr Ulrich IX. von Sax im 1499 im Schwabenkrieg (oder Schweizerkrieg) die eidgenössischen Truppen bei Frastanz zum Sieg über die Kaiserlichen führte, erhielt er Frischenberg als Belohnung zurück. Die Burg Frischenberg dürfte damals noch bewohnbar gewesen sein. Aufgegeben wurde sie aber spätestens 1551, als Freiherr Ulrich Philipp von Sax unten im Dorf ein Schlösschen als neues Verwaltungszentrum der Herrschaft erbaute. Die Burg zerfiel nun und wurde später durch einen am Burgfelsen betriebenen Steinbruch schwer beschädigt.

 
1991

Wurde eine Stiftung gegründet, mit dem Ziel, die vom endgültigen Zerfall bedrohten Burgen Frischenberg und Hohensax zu sichern. Der dafür nötige Kredit wurde 1995 von der Gemeinde jedoch abgelehnt.

 
  Quellen www.dickemauern.de