Schweiz

Bern

 

Burg Nr. 458

  Ruine Geristein  

Besucht am:

10.04.2009

 

   

   
        1.Der Rundturm        
   

   
        2 2.      

Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 11 Jh.
Zerstört: 1298
LK. Koordinaten: West-Ost. 606.480  Süd-Nord. 204.400
Gründer:  
Ortschaft:

3065 Bollingen

 
Grundriss, Standort der Anlage:

 

Die Ruine ist immer zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

Krachthalstrasse / Dorfstrasse

GPS: N: 46°59.491 / O: 7°31.430

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Bauweise:    
Höhe: 775 m GPS: N: 46°59.445 / O: 7°31.423
Burgentyp:    
Nein Nein
 
 
Länge:
300 m

Ab dem Dorf auf markiertem Wanderweg etwa 15 Minuten bergauf.

Wanderzeit:
15 Min Schwierigkeit: mittel
 

 

11 Jh.

Die Burg war der Stammsitz der Freiherren von Geristein. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert als Holzburg errichtet

 
 

Die Burg muß viel jünger sein. Drei bauliche Eigentümlichkeiten beweisen dies. 1) Der Rundturm von Geristein hat erstens sehr dicke Mauern  von 3.3 Metern an der Basis. 2) Der Turm wurde mit Sandstein als Baumaterial gefügt. - Der weiche Sandstein wurde von den "Römern" nicht gebraucht. 3) Die Quader sind gegen außen mit Buckeln (Bossen) versehen. - Die Bossierung war ebenfalls eine neue Art der Bearbeitung. Ein breiterer baugeschichtlicher Vergleich ergibt noch mehr: Der Rundturm von Geristein war keine Burg im klassischen Sinne, sondern ein Bollwerk, genauer gesagt ein Artilleriebau.

 
 

Die erdichtete Geschichte der Burg kann man glatt vergessen: Es hätte ein Geschlecht derer von Geristein gegeben. Und die Berner hätten die Burg „1298" zerstört. – Wie kommt man zu dieser Behauptung einer absurd frühen Zeit? – Ganz einfach deshalb, weil der Chronist „Justinger" das so erwähnt.

 
 

Anfang des 13. Jahrhunderts starben die von Geristein aus und die Burg und Herrschaft hatte verschiedene Besitzer.

 
1298

Wurde die Burg, die zu jener Zeit im Besitz der von Montenach war, nach der Schlacht am Dornbühl von den Bernern zerstört und nicht wieder aufgebaut.

 
14/15 Jh. Aufteilung der Herrschaft Geristein  
1659

Der Burgenmaler Albrecht Kauw schuf das älteste Bild von Geristein. - Angeblich soll das schlichte Aquarell "1659" entstanden sein. – Die Darstellung zeigt einen noch bis zur Krone erhaltenen Rundturm, der aber schon in ruinösen Zustand gefallen ist.

 
18 Jh.

Doch "Justinger" wurde im 18. Jahrhundert - etwa gegen 1750 - vom Historiographen Michael Stettler verfaßt, wie ich in meinem Buch Bern und die alten Eidgenossen nachweise.

 
1975 Zwischen 1975 und 1976 wurde die Ruine restauriert.  
 

Unter der Ruine liegt die Anlage K3 Harsnischhut (Bundesratsbunker)

 
 

Quellen: Burgenkarte der Schweiz -West

 
 
Letzte Aktualisierung: 27.02.2010 Fehler entdeckt?