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Burg Nr. 60 |
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Besucht am: 05.04.2003 |
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| 1312 |
Die Burg wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts von den Freiherren von Ramstein erbaut; |
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Urkundlich wird Gilgenberg erstmals 1312 erwähnt. Die Entstehung von Gilgenberg dürfte mit der Zerstörung von Schloss Ramstein bei Bretzwil im Jahre 1303 durch Basler zusammenhängen. |
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Der Name "Gilgenberg" weist auf das Wappen der Ramsteiner hin, welches aus zwei gekreuzten Lilien- (= Ilgen-)stäben besteht. Das Bild der beiden Ilgen, von Zullwil als Gemeindewappen übernommen, symbolisiert denn auch die besondere Verbundenheit mit dem Schloss |
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| 1356 |
Bereits 1356 wurde Gilgenberg durch das Erdbeben in Basel stark beschädigt. |
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Obwohl Rudolf von Ramstein das Schloss wieder aufbaute, zog er offenbar immer mehr das in Zwingen gelegene Wasserschloss als Wohnsitz vor. Auf Gilgenberg wurde ein Vogt eingesetzt, um die zur Herrschaft gehörenden Dörfer Zullwil, Meltingen, Nunningen sowie die Höfe von Fehren und Roderis zu verwalten. |
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| 1459 |
Nach dem Tode Rudolfs von Ramstein im Jahre 1459 erhielt sein unehelicher Sohn Hans Bernhard das Schloss. Er, der den Namen der Ramsteiner nicht tragen durfte, wurde zum ersten "Ritter von Gilgenberg". Er schloss sich Solothurn an. |
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| 1474 |
Fiel er bei Neuss im Dienste Karl des Kühnen. |
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| 1527 |
In der Folge besetzte Solothurn das Schloss. Sein Sohn Hans Imer trat nun das Erbe an und verkaufte im Jahre 1527 die ganze Herrschaft für 5900 Gulden an Solothurn. |
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| 1527-1798 |
Von 1527 bis 1798 herrschten solothurnische Landvögte auf Gilgenberg. |
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| 1635 |
Als erster Vogt amtete Ulrich Küfer. Brenzlig wurde es 1635, als die Schweden auf ihrem Raubzug bis nach Breitenbach (Schwedenschanze erinnert daran) und ins Roderis drangen. Die damals vom amtierenden Vogt zusammengezogene Armee musste glücklicherweise nie eingreifen. |
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| 1798 |
Im Jahre 1798, beim Einfall der Franzosen, wurde Gilgenberg praktisch zerstört, indem die Einheimischen das Schloss in Brand steckten. |
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| 30. April 1801 |
Als zerfallene Ruine kam die Burg 1801 zum Preise von 15'008 Franken in neue Hände. Im mit 30. April 1801 datierenden Kaufvertrag werden die neuen Eigentümer genannt:Jakob Studer von Härkingen, Leon Eder von Stans und Josef Arb, damaliger Dornecker Gerichtsschreiber. |
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| 1836 |
Gelangte die Gemeinde Zullwil in den Besitz des Grundstücks, "das die Schlossruine Gilgenberg trägt". Aus dem Bericht der Altertümerkommision. |
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| 1932/35 |
Geht hervor, dass die Burgruine auf Kosten des Staates für rund 30'000 Franken renoviert wurde. Und am 15. November 1935 wurde die Ruine unter kantonalen Denkmalschutz gestellt. |
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Stiftung wird
neue Eigentümerin. Gilgenberg und Zullwil - sie sind untrennbar miteinander verknüpft. Es gäbe noch viel mehr über diese Gemeinde zu berichten. Über eine mehr als hundertjährige Industrie beispielsweise. Denn bereits im letzten Jahrhundert liess sich die Basler Seidenfabrik Sarasin hier nieder. Zur gleichen Zeit stand auch das Drechslergewerbe in Blüte. Und in vielen Wohnstuben stand wohl auch ein Webstuhl. Dies alles gehört der Vergangenheit an. So auch die Herstellung von Bürsten; der "Bürsten-Gasser" war in der Gegend ein Begriff. Als grösserer Arbeitgeber existiert heute nur noch die Stesalit AG. Diese Kunststoff verarbeitende Firma hat sich mit aussergewöhnlichem Know-how einen Namen in der Fachwelt (Flugzeugindustrie, Kernenergie) geschaffen. |
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