Schweiz

Zug

 

Burg Nr. 488

Ruine Hünenberg

Besucht am:

06.06.2009

 

   

 

 

   
                 
     

     
      Bergfried Bergfried        

Mittelaltermarkt in Hünenberg ZG 06.06.2009 (Fotos)

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1173 Schriftlich erwähnt
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 674.680  Süd-Nord. 225.100
Gründer:  
Ortschaft:

6331 Hünenberg

Grundriss, Standort der Anlage:
 

 
   

Hochmittelalter

Mitte 13 Jh.

 
 

 

Die Ruine ist immer zugänglich, Die Burgruine liegt leicht südwestlich vom Dorf Hünenberg auf einer bewaldeten Anhöhe zwischen zwei Bächen.

 

Kein Absturzgefahr.

 

Im Dorf, Dörfgässli

GPS: N: 47°10`497 /  O: 8°25`582

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Bauweise:    
Höhe: 438 m GPS: N: 47°10`357 /  O: 8°25`425
Burgentyp:    
Ja Ja
 
 
Länge:
400 m

 Von dort ist ein Fussweg zur Burg ausgeschildert.
Wanderzeit:
15 Min Schwierigkeit: Leicht
 

 

1100

Die bei der Ausgrabung der Burg gesicherten Fundgegenstände weisen darauf hin, dass Hünenberg etwa ab dem Jahr 1100 besiedelt gewesen sein muss

 
 

Stammsitz einer gleichnamigen Ritterfamilie und bestand in ihrer ersten Bauphase aus einer steinernen Ringmauer mit hölzernem Wehrgang, hölzernen Wohnbauten und einem Steinbau unbestimmter Funktion

 
12 Jh.

Wurde diese Anlage durch einen Brand zerstört und anschliessend in veränderter Form wieder aufgebaut. 1200 muss sich ein zweiter Brand ereignet haben

 
1173

Adelsgeschlecht deren von Hünenberg wird 1173 erstmals erwähnt, Als erster Vertreter ist Walter von Hünenberg ab 1239 sicher fassbar

Um die Mitte des 13. Jh.  gründeten sie zudem Wildenburg bei Baar, wo sich ein Zweig der Familie niederliess. Vertreter der Hünenberger erwarben das Bürgerrecht der Städte Zug, Zürich, Luzern und Bern.

1315

Im Kampf zwischen Eidgenossen und Habsburgern scheinen die Hünenberger mit beiden Seiten zeitweise sympathisiert zu haben. Der Sage nach soll ein Heinrich von Hünenberg 1315 am Tag vor der Schlacht bei Morgarten den Schwyzern den entscheidenden Hinweis auf den bevorstehenden habsburgischen Angriff gegeben haben. Im Sempacherkrieg wurde die Burg Hünenberg zerstört und spätestens im frühen 15. Jh. verlassen.

 
 

Verkaufte Rudolf von Hünenberg die bereits zerfallende Burg samt Herrschaftsrechten an die Gebrüder Bütler aus dem Dorf Hünenberg. Bis ins 19. Jh. hinein stand die Ruine des Bergfrieds noch aufrecht.

 
1944

Das die Burg 1944 wieder ans Tageslicht kam ist dem Chamer Landwirt und Kantonsrichter Emil Villiger zu verdanken.

 
1944

Ausgrabungen und konserviert.

 
1944/61

Am 22.05.1944 begann Emil Villiger mit freiwilligen Arbeitskräften mit den Ausgrabungen. Am 22.09.1945 war die Burg freigelegt und 1961 wurde sie unter den Schutz der Eidgenossenschaft gestellt.

 
2007

Restauriert, Bei neueren Ausgrabungen 2007 wurden römische Kupfer- und Silbermünzen aus der Zeit zwischen 150 Jahren vor und 250 Jahren nach Christus gefunden.

 
 

(ehem.) Besitzer:

 
 

Thomas Bitterli-Waldvogel - Schweizer Burgenführer. Basel/Berlin, 1995. Werner Meyer (Red.) - Burgen der Schweiz, Bd. 1: Kantone Uri, Schwyz, Unterwalden, Glarus, Zug. Zürich, 1981.

   
 

08.06.2009