Schweiz

Bern

 

Burg Nr. 594

Ruine Laubegg

Besucht am: 27.03.2011

 

   

   
          Reste einer Mauer      
     

     
      Sichtbare Halsgräben   Hauptstrasse und die Simme      

Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1225, im Besitz der Strättliger
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 584.980  Süd-Nord. 194.580
Gründer: Nicht bekannt, wahrscheinlich ist aber das die Burg Laubegg von den Strättliger erbaut wurde
Ortschaft:

3766 Boltigen

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 
 
 
 
 

 

Die Ruine befindet sich auf Privaten Grundstück, kann aber besichtigt werden.

 

Absturzgefahr.

 

In der nähe der Ruine

GPS: N: 46°35.229 /  O: 7°22.878

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Bauweise:    
Höhe: 937 m.ü.M GPS: N: 46°35.340 /  O: 7°22.853
Burgentyp:    
Nein Nein
 
 
Länge: 300 m Hauptsrasse
Wanderzeit: 15 min Schwierigkeit:

Schwer, Da keine Wegweiser und nur ein schmaler Pfad zur Ruine führt, ist eine genaue Karte empfehlenswert

 

 

1225

Heinrich III. von Strättligen, Sohn von Rudolf I. und Ehemann der sagenumwobene Marmetta von Laubegg erscheint 1225 als Besitzer des Bergschlosses an der Laubegg.

 
 

Dieser Heinrich III. war der Vater von Rudolf II., Johann III. und Heinrich IV. (Minnesänger) und dazumal auch Vogt von Strättligen. Er soll auf Laubegg gewohnt haben. Die Burg Laubegg ist Eigengut der Strättliger. Heinrich von Strättligen nennt sich später von Laubegg.

 
1336

Verkauft Heinrich III. die Herrschaft Laubegg nebst Simmenegg und Mannenberg an Graf Peter IV. von Greyerz, dem Oheim von Marmetta. Laubegg hiess damals Lubica.

 
1346-1349

In den Kämpfen zwischen den Bernern und den Greyerzern lag die Burg Laubegg im Brennpunkt. Ein Kampf bei der Laubegg soll schon am 26. Dezember 1346 stattgefunden haben. Die Festung Laubegg fällt dann im Pestjahr 1349.

 
1356

Offenbar wieder aufgebaut, verkauft Peter IV. von Greyerz die Herrschaft Laubegg 1356 an Jakob von Thüdingen.

 
1377

Kann Freiburg die Burg Laubegg als offenes Haus benützen.

 
1386

Geht die Herrschaft Laubegg an Bern.

 
 

Wann die Burg aufgelassen wurde ist nicht bekannt.

 
 

Auf dem nördlichen, teilweisse überhängende Felsklippe dürfte der Bergfried gestanden haben. Das Hauptgebäude vermuten wir auf der mittleren Anhöhe. Der Zugang zur Burg Laubegg ist in einer Brücke über den zum teil künstlich aus dem Fels gehauene Halsgraben zu suchen.

 
1820

Der von den Fuhrleuten verwunschene, steile Talweg über die Burg Laubegg wurde 1820 durch den Bau der heutigen Strasse, entlang der Simme, abgelöst. Am Felsen hat man den erlösenden Spruch angebracht: ,,Es gibt keine Laubegg mehr!`` (Damit ist nicht die Burg Laubegg gemeint sondern der alte Weg über die Laubegg!)

 
 

Quellen: Burgen, Schlösser und Ruinen im Simmental von Erich Liechti

 
 
Letzte Aktualisierung: 09.04.2011 Fehler entdeckt?