Deutschland

Rheinland-Pfals

 

Burg Nr. 145

Ruine Liebenstein

Besucht am: 09.04.2004

"feindlichen Brüder"

   

 

   
                 

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1284/90
Zerstört:  
Km-Koordinaten:  
Gründer: Albrecht von Lewenstein
Ortschaft: Kamp-Bornhhofen, Rhein-Lahn-Kreis

Mit dem Auto: Über die rechtsrheinische B 42 von Wiesbaden nach Koblenz, sie führt durch das Gebiet der Loreley-Burgen-Straße. Linksrheinisch über die B 9 von Bingen nach Koblenz, Mit der Bahn: rechtsrheinische Bahnstation Kamp-Bornhofen.

Parkplatz unterhalb der Burg, ca. 5 Min. Fussweg

Infos:

Die Burg Liebenstein gehört mit der benachbarten Burg Sterrenberg mit zu den bekanntesten Burgen am Rhein. Bekannt wurden die Burgen durch die Sage von den feindlichen Brüdern. Diese Sage beruht auf langen Familienstreitigkeiten zweier Brüder, der eine mit Sitz auf Burg Sterrenberg, der andere als Lehensträger der Burg Liebenstein.

Grundriss:  
 

 

1284/90

Albrecht von Lewenstein, der Gatte einer der Schwestern ließ in den Jahren 1284 bis 1290 zum Schutz ihres lehensfreihen Grundbesitzes, gegen ihren Onkel, Werner von Bolanden, die Burg Liebenstein erbauen

 
1340

Ab 1340 teilten sich die von Liebenstein und die Schenke von Liebenstein den Besitz der Burg. Nach dem Aussterben der Schenke von Liebenstein war die Ritterburg jedoch wieder ganz im Besitz der „von Liebenstein“. Inzwischen lebten auf der Burg Liebenstein bis zu zehn Erbparteien, die alle an ihren Burgbezirken Wehr- und Wohnbauten errichteten zum Schutz des Erbanrechts.

 
14 Jh.

Aufgrund von Familienstreitigkeiten der Burginsassen beider Burgen wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts die hohe sagenumwobene Streitmauer erbaut.

 
17 Jh.

Bis ins 17. Jahrhundert wird die Burg Liebenstein bewohnt, bis im Jahre 1637 das Geschlecht der „von Liebenstein“ ausstirbt. Daraufhin geht das freigewordene Lehen an den Kaiser Ferdinand II., der wiederum den Mainzer Kurkanzler, Gerhard Freiherr von Waldenburg, mit der Ritterburg belehnt

 
1648

Als es zu Aufständen der Erben der Liebensteins kommt, kommen sie im Jahre 1648 anläßlich des Westfälischen Friedens zu einer Einigung, worauf Ferdinand von Waldenburg zum Besitzer der inzwischen verfallenen Burg wird.

 
1793/1978

Seit 1793 bis heute ist die Burg Liebenstein aufgrund einer Erbschaft im Besitz der Freiherren von Preuschen. Einer der Nachfolger, Freiherr Rudolf von Preuschen nahm in den Jahren 1977 und 1978 Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten vor.

 
 

Die heute noch vorhandene hohe „Streitmauer“ wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts zwischen den beiden verfeindeten Burgen erbaut. Die Burg Liebenstein besteht heute aus dem beachtenswerten 17 Meter hohen gotischen Wohnturm (14. Jahrhundert.), Reste des Bergfrieds auf ausgespartem Felsblock und ein kleines Wohnhaus im Osten, das in der Innenwand Lager für Zimmerholz zeigt.