Schweiz

Bern

 

Burg Nr. 465

Ruine Mannenberg Obere

Besucht am: 12.04.2009

 

   

   
                 

Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung:  
Zerfall: 1386
LK. Koordinaten: West-Ost. 595.650  Süd-Nord. 157.820
Gründer:  
Ortschaft:

3770 Zweisimmen

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 
 
 
 
 

 

Die Ruine ist immer zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

In der nähe der Ruine

GPS: N: 00°00.000 /  O: 0°00.000

 

Restaurant in der Ruine, Nein.

Feuerstelle bei der Ruine. Nein.

 

Bauweise:   www.burgenweg.ch
Höhe: 1001  m.ü.M GPS: N: 46°34.294 /  O: 7°22.908
Burgentyp:    
Nein Nein
 
 
Länge: 500 m  
Wanderzeit: 25 min Schwierigkeit: mittel
 

 

1190

Erste schriftlichen Urkunde, sollen die Herren von Siebenthal auf der Feste residiert haben.

 
 

Nach der Spaltung der Raronschen Sippe wird auch Mannenberg aufgeteilt, in das Reichslehen Mannenberg und die Herrschaft Mannenberg-Reichenstein.

 
1270

Urkunde, Peter von Raron als er während den Fehden mit den Zähringern Quartier auf Mannenberg nimmt.

 
1237

Erscheinen Peter von Raron und 1313 Werner von Raron als  Besitzer der Herrschaft Mannenberg.

 
1326

Durch Erbschaft in Besitz der Strättliger.

 
1335

Verkauf an Graf Peter von Greyerz,

 
1349/50

Peter von Greyerz hält die Burg nur schwach besetzt, weil er nicht glaubt, das seine Feinde wegen ausgebrochenen Pest angreifen werden. Doch erscheinen am 26. Dezember die Berner mit rund 1000 Mann vor Mannenberg und zerstören die Burg.

 
 

Offenbar wird die Burg wieder aufgebaut

 
1356 Verkauf an Jakob von Thüdingen  
1377

Niedergang der Thüdinger, geht Mannenberg an die Freiburger über

 
1386

Bern übernimmt Mannenberg, Feste dem Zerfall preisgegeben.

 
2009

Mannenberg-Burgen in Zweisimmen werden untersucht und saniert.

 
 

Quellen: Offizielle Website der Gemeinde Zweisimmen, Burgenkarte Schweiz, Burgen-Schlösser und Ruinen im Simmental

 
 
Letzte Aktualisierung: 11.10.2010 Fehler entdeckt?
 

 

Mannenberg-Burgen in Zweisimmen werden untersucht und saniert

Die Burgruinen auf dem Mannenberg in Zweisimmen werden archäologisch untersucht und in mehreren Etappen saniert. Möglich wurde das Projekt zur Rettung der Wahrzeichen am nördlichen Eingang des Obersimmentals dank der Stiftung Burg Mannenberg und dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern.
Auf dem Mannenberg einem markanten Hügel am Eingang des Obersimmentals erheben sich zwei Burgruinen. Zusammen bildeten diese einst vielleicht eine der grössten Burganlagen des Kantons Bern. Sie waren bis ins 14. Jahrhundert das herrschaftliche Zentrum des Obersimmentals und gehen möglicherweise auf burgundisches Königsgut zurück. 1350 wurden die Burgen von den Bernern zerstört. Seither blieben sie Ruinen.
Der schlechte Erhaltungszustand vor allem des Unteren Mannenberg war schon lange bekannt: Der Bewuchs mit Efeu Büschen und Bäumen beschädigte das Mauerwerk. Der Mörtel in den Mauerfugen ist ausgewittert und die Mauerkronen sind lose. Um die Burg zu sanieren, wurde 2007 unter Mithilfe des Archäologischen Dienstes die Stiftung Burg Mannenberg gegründet. Die Stiftung will die Burgen bis 2010 nachhaltig sichern, in einen burgengeschichtlichen Rundgang und damit ins Tourismuskonzept integrieren. Das Projekt kostet rund 770'000 Franken. Dank der Unterstützung von Bund und Kanton benötigt die Stiftung nur noch rund 194'000 Franken an Spenden, um es zu realisieren.
Im Juni dieses Jahres ist die Sanierung des Unteren Mannenberg angelaufen, die in zwei bis drei Etappen erfolgen wird. Die Etappe dieses Jahres gilt der Sanierung des Rundturmes und der ostseitigen Ringmauer. Zuerst wurden die Mauern vom Bewuchs befreit, gereinigt, bauarchäologisch untersucht und dokumentiert. Anschliessend werden die losen Teile der Mauerkrone und der Mauerschalen abgebrochen, neu aufgemauert und mit einer dauerhaften neuen Abdeckung aus Kalkmörtel versehen. Schliesslich werden die Mauerwerksfugen neu mit Kalkmörtel geschlossen.
Der Mannenberg erweitert die immer länger werdende Reihe von Burgruinen, die der Archäologische Dienst in den letzten zwanzig Jahren im Berner Oberland fachgerecht saniert hat. Jüngste Beispiele sind der Restiturm in Meiringen, die Rothenfluh in Wilderswil und die Burg Ringgenberg.