Schweiz

Thurgau

 

Burg Nr. 323

Ruine Neuburg

Besucht am:

22.02.2007

 Grösste Burgruine des Thurgaus

   

   
    Turm Südmauern, Turm Zweiter Bering Palas Vorburg    

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1250
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 712.790  Süd-Nord. 278.600
Gründer: Familie Tumb ?
Ortschaft: 8265 Mammern
Grundriss:
 

 

 
 

 

Die Ruine ist immer zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

An der Haupstrasse.

GPS: N: 47°38`58 /  O: 8°55`58

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Ja.

 

Zusammen mit Hohenklingen ob. Stein am Rhein diente die Burg der Überwachung des Handelsverkehrs auf dem Untersee.

 
Ja  
Länge: Ca. 2km
Wanderzeit:

Von der Strasse zwischen Mammern und Steckborn biegt 2 km östlich von Mammern bergseits eine markierte Nebenstrasse zur Neuburg ab. Vom Waldrand aus führt anschliessend ein Wanderweg in rund 20 Minuten hinauf.

Schwierigkeit: mittel.
 

 

1300

Die Neuburg wurde vermutlich um 1300 durch die Familie Tumb erbaut.

 
13 Jh.

Deren Stammsitz war die gleichnamige Feste Neuburg bei Götzis im Vorarlberg. Wann die Tumbs erstmals in der Region von Chur erschienen sind, ist unsicher. Wahrscheinlich liessen sie sich im frühen 13.Jh. in Untervaz nieder und errichteten dort die Burg Rappenstein.

 
  Die Kernbauten verstärkte man wohl gegen Ende des 13 Jh. durch eine Vorburg.  
1274

Wird die Burg erstmals erwähnt.

1345

Vertrag zwischen den beiden Brüdern Tumb, Siegfried und Johann, und dem Bischof von Chur. Siegfried und Johann traten für drei Jahre in die Dienste des Bischofs und mussten ihm die Burg offen halten.

 
1360

Ging die Burg Pfandweise an die Gebrüder Buwix über, die mit Österreich einen Dienstvertrag abgeschlossen hatten.

 
1385

War die Familie Tumb wieder im Besitz der Feste.

 
1396

lagen die Tumbs mit den Rhäzünser in Fehde, weshalb sie Vieh von einer derer Weiden stahlen und auf die Neuburg brachten

 
1400

Um 1400 trat Johann von Neuburg in die Lehnshoheit des Bischofs ein, was ihn politisch vom Bischofssitz Chur abhängig machte.

 
1450

Gelangte die Herrschaft an die Ravensburger Kaufmannsfamilie Mötteli von Rappenstein, in deren Besitz sich auch die Burg Rappenstein befand.

 
1496

Verkaufte Rudolf Mötteli die Burg an den Bischof von Chur, in dessen Besitz sie bis 1577 blieb. Die Gemeinde Untervaz erwarb dann die Burg für 6000 Gulden und überliess die Anlage dem Verfall.

 
1600

Um 1600 ist die Burg so baufällig geworden, dass sie <<gar ohnbequem>> zu bewohnen war.

 
1699

Fällt auch ein Teil der Umfassungsmauer um.

 
17 Jh.

Bis zum 17 Jh. wurde die Anlage auch immer wieder aus- und umgebaut, so hat Ursula von Tumb ab 1540 den Brunnen neu errichtet und die Burg modernisiert.

 
1742

Inzwischen ist die Burg ans Kloster Rheinau übergegangen. Um 1742 lässt dieses alle einsturzgefährdeten Bauteile bis auf den Turm einreisen.

 
1813

Um 1830 fällt auch das Turmdach vollständig ein.

 
1930

Waldemar Ullmann erwirbt die Ruine 1930 und leitet erste Sicherungsmassnahmen ein.

 
2001-2003

Die Anlage wurde nach längerem Zerfall in den Jahren 2001 bis 2003 weitgehend gesichert und das Mauerwerk gefestigt.

 
2005

Im Jahr 2005 erfolgten auch größere Pflegemassnahmen in Wald und Flur der Umgebung, so dass der Platz heute ein bedeutendes Kultur- und Naturdenkmal darstellt.

 
 
     
 

19.02.2008