Schweiz

Graubünden

 

Burg Nr. 363

Ruine Neuenburg

Besucht am:

26.08.2007

 

     

     
        Palas,12 auf 29 Metern Wohnetage mit Balkenlöchern      

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: vermutlich um 1300
Zerwall: 1577
LK. Koordinaten: West-Ost. 760.390  Süd-Nord. 197.890
Gründer: vermutlich Thumb von Neuburg erbaut
Ortschaft: 7210 Untervaz
Grundriss:
   

   
 

 

Die Burg kann Immer besichtigt werden.

 

Kein Absturzgefahr.

 

Wingertliweg

GPS: N: 46°54`46 /  O: 9°32`45

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle. Vor der Burg

 

Die Anlage besteht aus einem grossen wehrhaften Palas und einer nur noch in Resten erhaltetenen Ringmauer auf der West- und Nordseite. Diese umschloss einen Hof mit einer Zisterne. Das Burgtor lag auf der Westseite. Der noch gut erhaltene Palas gehört zu den grössten seiner Art in Rätien.

 
Ja Ja Biss zur Burg  
 
 
Länge: 200 m
Wanderzeit:

10 Min

Schwierigkeit:

Leicht,

 

 

 

Auf dem Gebiet von Untervaz gab es früher drei sehr unterschiedliche Burgen. Zwei sind heute noch in gutem Zustand zu besichtigen.Die Wichtigste unter ihnen war die Neuenburg. Sie befindet sich auf einem Hügel südlich des Dorfes.

 
1297

Die genaue Entstehungszeit der Burg ist unbekannt. Man weiss jedoch, dass im Jahre 1297 ein Eberhardus Rector verstorben ist.Dieser war vermutlich der letzte seines Geschlechtes, welcher die Burg erbaute.

 
 

Anschliessend scheint die Burg durch Erbschaften an eingewanderte Schwaben, die Herren Tumb von Neuenburg, übergegangen zu sein.

 
1450

Gelangte die Herrschaft an die Ravensburger Kaufmannsfamilie Mötteli von Rappenstein, in deren Besitz sich auch die Burg Rappenstein befand.

1496

Verkaufte Rudolf Mötteli die Burg an den Bischof von Chur.

 
1577

Nach dem Erwerb der Burg, durch die Gemeinde Untervaz im Jahre 1577, überliess man die Anlage dem Zerfall.

 
     
 

Die Ruine liegt auf der linken Seite des Rheins circa 50 Meter über der Talsohle auf einem steilen Felskopf.

Im Mittelalter führte die Hauptverkehrsstrasse den Dörfern auf der rechten Seite des Rheins. Darum waren mit dem Besitz der Burg keine Zollrechte verbunden. Heute ist die Ruine zu Fuss über eine schmale Strasse (Fahrverbot) problemlos zugänglich.

 
  • Otto P. Clavadetscher, Werner Meyer: Das Burgenbuch von Graubünden. Orell Füssli, Zürich 1984, ISBN 3-280-01319-4.

  • Werner Meyer: Burgen der Schweiz. Band 3. Silva Verlag, Zürich 1983