Deutschland

Rheinland-Pfalz

 

Burg Nr. 219

Ruine Olbrück

Besucht am:

22.03.2005

 

   

 

   
    Bastionsturm Palas   Nord Tor Vorburg, Rechts die Kapelle    
     

 

     
          Sicht auf Oberzissen      

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung:  
Zerstört:  
Parkplätze Koordinaten: GPS: N: 50°26`57 /  O: 7°10`13

Vor der Burg

Gründer:  
Ortschaft: 56651 Niderdürenbach-Hain
Infos: Erw.: 3,50 €, erm. 2,50 € Familienkarte: 9 €

Von der weitläufigen Anlage sind nur noch Mauerreste übrig; lediglich der Bergfried ist vollständig restauriert und kann bestiegen werden. Von oben kann man weit, weit über die idylllische Eifellandschaft gucken.

 

 

Grundriss:

 
 

975

Die Burganlage wurde ca. 975 n. Chr. gebaut und hatte - wie die meisten anderen auch - häufig wechselnde Herren. Zeitweise wohnten sogar vier Familien dort, was die Größe der Burg erklärt.

 
1093/1102

1093 und 1102 taucht urkundlich ein "Burgardus von Oreburch" als Erbauer der Burg auf.

 
1148

Stirbt das Geschlecht bereits aus und die Burg fällt zurück an das Haus von Wied.

 
1269

Kommt die Burg durch Entäußerung an den Ritter Peter von Eich.

 
1390

Wird der Bergfried ausgebaut.

 
1419

Heiratet die Witwe Gertrud von Eich den Grafen Johann von Walpod.

 
1481

Erhält Otto von Walpod-Bassenheim als Gemahl einen Anteil an der Burg.

 
1572

Ist die Belehnung von Olbrück für die Walpod von Bassenheim beurkundet.

 
1618/48

Im 30 Jährigen Kriege kam sie ebenso wenig ungeschoren davon wie 50 Jahre später unter den Franzosen.

 
1689

Zerstören franz. Truppen die Burg. Dann wieder Aufbau.

 
1797

Wird die Burg als Wohnsitz aufgegeben.

 
1803

Parzelliert und verkauft man das Gelände, der Abbruch setzt ein.

 
1815

Ab 1815 gehörte die Burganlage dem preußischen Staat, der den weiteren Abbruch verhinderte.

 
1878

Um 1878 erwarb der baltische Baron von Eckesparre, ein Nachfahre der Ritter von Eich, die Burg und trug zum Erhalt der Anlage bei. Nach seinem Tod verkauften die Erben die Burg Olbrück

 
1912

Kommt es zu mehrfachem Besitzwechsel der Ruine.

 
1956

Erwirbt Dr. Rainer Maria Schlitter aus Düsseldorf die Ruine, in dessen Besitz sie noch heute ist.

 
1972

Beginnen Aufräumungs- und Sicherungsarbeiten.

 
1976

Endet ein Versteigerungsversuch erfolglos.

 
1998

Pachtet die Verbandsgemeinde Brohltal die Ruine für 25 Jahre.

 
2001

Seit 2001 ist sie wieder für die Öffentlichkeit zugänglich und lädt unter anderem zu einer spannenden und informativen Zeitreise durch die Jahrhunderte ein.