Schweiz

Basel-Land

 

Burg Nr. 243

Ruine Riedfluh

Besucht am:

22.06.2005

 

   

 

   
      Vorbauten   Zisterne Hauptbau    

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: um 1050
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 628.000 Süd-Nord. 249.000
Gründer:  
Ortschaft: 4458 Eptingen
Grundriss:
  A/ Hauptbau   B/ Vorbauten  C/ Burgtor  D/ Burggraben

   
 

 

Die Burg ist im Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden. Immer zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

Bei der Mineralwasser Fabrik, Richtung Ränggen, Bergflue. Keine offiziellen Parkplätze in der Nähe der Burg.

GPS: N: 47°23`25 /  O: 7°48`32

 

Restaurant in der Burg, Nein. Ja.

Feuerstelle bei der Burg. Nein. Ja.

 

Grottenburg unter markanter Felswand am Südosthang des Ränggen bei Eptingen, Unterhalb des Felsens, etwa 50m Links dem Waltrand hoch, dann Rechts in den Walt hinein. Von dort führt ein Pfad unter der Felswand entlang zur Burg. ca. 10min bis zur Ruine.

 
Nein Nein  
 
 
Länge: 200 m
Wanderzeit:

10 Min

Schwierigkeit:

Schwer

 

 

1050

Die genauen archäologischen Untersuchungen haben ergeben, dass die Grottenburg Riedfluh um 1050 erbaut wurde. Die Besitzverhältnisse sind weitgehend ungeklärt.

 
 

Die Untersuchungen des Bauschutts haben gezeigt, dass die Riedfluh eine sehr aussergewöhnliche Grottenburg gewesen sein muss. Es wurden architektonische Zierelemente gefunden, wie sie in dieser Qualität damals vor allem bei königlichen Pfalzbauten auftraten.

 
11 Jh.

Im Besitz der Grafen von Rheinfelden.

 
 

Als Rudolf von Rheinfelden, Gegenkönig zu Heinrich IV., 1080 starb, wurde der grosse Besitz seiner Familie unter seinen lokalen Gegnern aufgeteilt. Ein grosser Teil fiel dem Bischof von Basel zu. Im späten 11 Jh. wurde die Grottenburg, deren ursprünglicher Name unbekannt ist, ausgebaut.

 
1213

Als bischöfliche Gefolgsleute könnten damals die Vorfahren der Herren von Eptingen, die ab 1213 in Urkunden auftauchen, die Burg verwaltet haben ­ diese Adelsfamilie errichtete im 13. Jh. in der näheren Umgebung mehrere Burgen.

 
1200

Um das Jahr 1200 ereignete sich im Spätsommer auf der Burg eine Brandkatastrophe. Die Burg wurde daraufhin verlassen, zerfiel und geriet in Vergessenheit.

 
1981-1983 Eine umfassende Ausgrabung und die Konservierung der Mauerreste erfolgte.  
 

Ortsgeschichte: Am Fusse des schon in der Steinzeit begangenen Jurapasses Challhöchi entstand im frühen Mittelalter die Sippensiedlung Eptingen. Reihengräber mit Beigaben bezeugen eine Besiedlung im 7. Jahrhundert. Im Jahre 1145 hiess der Ort Ebittingen, 1189 Eptingen und 1194 Eptinwin. Im Mittelalter gehörte die Gegend dem Bischof von Basel, der sie Lehensleuten überliess, die sich Herren von Eptingen nannten. Sie errichteten auf den Höhen um das Dorf ihre Stammsitze: Riedflue, älteres und jüngeres Rucheptingen, älteres und jüngeres Wildeptingen. 1981-1983 wurde unterhalb der Riedflue eine Grottenburg aus dem 11./12. Jahrhundert mit sensationellen Funden, Säulenfragmenten, vergoldetem Amulett usw. ausgegraben. Die Stadt Basel kaufte 1487 die Herrschaft Eptingen-Oberdiegten und schlug sie zum Farnsburger Amt. 1803 wurde Eptingen zum Bezirk Waldenburg umgeteilt.