Schweiz

Graubünden

 

Burg Nr. 346

Ruine Strassberg

Besucht am:

30.06.2007

 

     

     
                 

 
Bewertung:
Erstmalige Erwähnung: 1253
Zerstört: 1499 (Schwabenkrieg)
LK. Koordinaten: West-Ost. 759.910  Süd-Nord. 186.040
Gründer:  
Ortschaft: 7074 Malix
Grundriss:
   
 
   
 

 

Die Ruine kann nicht besichtigt werden.

 

Absturzgefahr. Steinschlag

 

Vor der Burg,

GPS: N: 46°48`27 /  O: 9°31`55

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Die Ruine liegt auf einem kleinen Hügel etwas unterhalb der Strasse von Chur nach Lenzerheide und kann vom Dorf aus gut erreicht werden, Höhe:1'100 m, Ständische Stellung: Ministeriale, Bauweise: Bruchstein, Naturstein

 
Ja Ja  
 
 
Länge:  
Wanderzeit:

 

Schwierigkeit:

Leicht,

 

 

 

Auf der Terrasse unterhalb der Hauptburg lag eine geräumige Vorburg mit Umfassungsmauer, von der allerdings kaum noch Reste vorhanden sind. Unter dem heutigen Weg ist eine äussere Toranlage zu vermuten.

 
 

Über die Entstehung der Burg gibt es keine gesicherten Unterlagen. Die älteste Bauteile stammen wohl aus der Zeit um 1200.

 
13 Jh.

Der Umbau und der Bau des Turmes erfolgte im 13. Jh. Die Burg Strassberg war der Sitz der Herren von Strassberg, die 1253 mit Otto erstmals bezeugt sind.

 
1275

Gehörte die Burg den Freiherren von Vaz, denn Walter V. von Vaz nahm sie von den Besitzungen aus, die er für den Fall erbenlosen Todes ans Hochstift Churwalden übertrug. Er hatte die Burg seiner Gemahlin Liutgard von Kirchberg als Morgengabe geschenkt.

1295

Traten die Herren von Strassberg jedenfalls als vazische Ministeriale auf. Wegen der Lage an den Passrouten und wegen des nahen Klosters Churwalden, wo die Vazer ihre Grablege hatten, spielte Strassberg für sie eine wichtige Rolle.

 
1339

Nach dem Aussterben der Vazer gegen 1339 gelangte die Burg durch Erbschaft über Kunigunde von Vaz an ihren Gemahl Friedrich V. von Toggenburg.

 
1436

Nach dem Tod des letzten Toggenburgers im Jahr 1436 gelangte Strassberg an Graf Wilhelm IV. von Montfort-Tettnang.

 
1441

Nach dem Montforter Freiheitsbrief für das Gericht Churwalden von 1441 musste Strassberg dem Land offenn vnd gewertig sein, ebenso nach dem Freiheitsbrief des Gaudenz von Matsch von 1471. Zudem durfte das Schloss nur mit Willen und Rat des Landes besetzt und bevogtet werden. Nach einem Einkünfteverzeichnis von 1451 zinste der buw ze Strassberg (Burg und Güter) 30 Scheffel Korn.

 
1471

Später kam die Burg aus Geldnot an das Haus Österreich, bis es 1471 von Herzog Sigismund an den Vogt Ulrich von Matsch verkauft wurde

1491

War das Schloss Strassberg etwas pawuellig und sollte durch den Vogt wieder instandgestellt werden. Der letzte österreichische Vogt sass während des Schwabenkriegs auf Strassberg. Weil die Bündner einen österreichischen militärischen Stützpunkt auf ihrem Gebiet verhindern wollten, wurde die Festung am 5. März 1499 von ihnen gestürmt und ausgebrannt.

 
16 Jh.

Im 16. Jh. war die Burg bereits eine Ruine, deren Zerfall durch Ausbeutung als Steinbruch beschleunigt wurde.