Schweiz

Graubünden

 

Burg Nr. 436

Ruine Tschanüff (Remüs)

Besucht am:

05.10.2008

 

   

   
    9/10 Westtrakt mit verputz Mauerfuge 4. Hauptturm / 12. Nebengebäude      
     

     
        Balkenlöcher        

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1256
Zerfallen: 1760
LK. Koordinaten: West-Ost. 824.020 Süd-Nord. 191.060
Gründer: Ritter Nannes von Ramosch
Ortschaft:

7556 Ramosch

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 

 

 

 
 

 

Die Ruine ist immer zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

In der nähe der Ruine

GPS: N: 00°00.000 /  O: 0°00.000

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Bauweise:   http://www.tschanueff.ch
Höhe: 1240 m GPS: N: 00°00.000 /  O: 0°00.000
Burgentyp: Höhenburg  
Ja Nein
 
 
Länge:
600 m

 Von dort ist ein Fussweg zur Burg ausgeschildert.
Wanderzeit:
20 Min Schwierigkeit: mittel
 

 

1256

Gestattete Graf Meinrad I. von Görz und Tirol dem Ritter Nannes von Ramosch den Bau einer Burg

 
12 Jh.

Da die ältesten Teile Tschanüffs jedoch ins 12. Jh. zurückgehen, ist eher von einer Erweiterung der bestehenden Anlage auszugehen.

 
1365

Nach der Mitte des 14. Jh. kam es zwischen den Brüdern Schwiker und Konrad von Ramosch zu einem Streit. Die Auseinandersetzung wurde 1365 von Herzog Leopold von Österreich geschlichtet, der dafür das Zugangsrecht erhielt.

1367

Erstach Schwiker seinen Bruder, worauf Leopold Schikers Besitz für verfallen erklärte und Ulrich von Matsch mit Burg und Herrschaft belehnte

1369

Konnte von Matsch vom Sohn des ermordeten Konrad auch dessen Rechte erwerben

1372

Verzichtete auch Margarete auf sämtliche Ansprüche.

1394

Riss Bischof Hartmann die Burg an sich

1395

Die Herren von Matsch widersetzten sich, 1395 überfielen sie die Burg und plünderten sie

 
1403

Obwohl Österreich 1403 die Belehnung Ulrichs von Matsch mit Ramosch erneuerte, blieb die Burg in der Hand des Bischofs.

1468

Besetzten Gotteshausleute im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung mit dem Bischof die Burg,

1475

Im so genannten «Hennenkrieg», wurde Tschanüff von den Österreichern in Brand gesteckt.

 
1499

Im Schwabenkrieg von 1499 steckte der bischöfliche Pfandherr am 25. März die Burg selbst in Brand, um sie nicht den kaiserlichen Truppen überlassen zu müssen

1565

Wurde die Burg während einem Volksaufstand von sechzehn jungen Einheimischen geplündert und in Brand gesteckt.

2. August 1622

Bei den Bündner Wirren wurde die Burg Ramosch am 2. August 1622 von Truppen aus Glarus erneut angezündet. Sie wurde notdürftig wiederhergestellt und weiter als bischöflicher Verwaltungssitz genutzt.

1760

Nicolin Sererhard fand die Burg 1760 wohl noch als intakt, aber innen am Zerfallen und beschrieb sie als nicht wohl gebauen. Wegen zunehmenden Zerfalls und Rutschungen westlicher Bauteile wurde die Burg 1780 aufgegeben

 
2008/09

Restaurierung der Burg

 
 

Eigentümerin der Burg ist die Fundazium Tschanüff.

 
 

Letzte Aktualisierung: 25.10.2009   Fehler entdeckt?

 
 

Quellen: Thomas Bitterli: Schweizer Burgenführer, Friedrich Reinhard Verlag Basel/Berlin, 1995, Werner Meyer: Burgen der Schweiz. Band 3. Silva Verlag. Zürich, 1983, Burgenkarte der Schweiz, Wikipedia.

   
 

31.10.2009