Schweiz

Glarus

 

Burg Nr. 192

Ruine Vorburg

Besucht am: 23.10.2004

 

   

 

   
            Hauptbau/Palas    

Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 13 Jh.
Zerstört: 15 Jh.
LK. Koordinaten: West-Ost. 722.820  Süd-Nord. 219.820
Gründer: Habsburgische Ministerialen
Ortschaft:

8868 Oberurnen

Neue Gemeinde Glarus Nord

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 

 
 
 

 

Die Burg ist immer zugänglich, Von der einst ausgedehnten Burganlage sind nur noch Reste der Grundmauern übrig. Nur die Nordwestwand des Palas steht noch bis 16m Höhe aufrecht. Stiftung Vorburg Oberurnen

 

Kein Absturzgefahr.

 

In der nähe der Ruine

GPS: N: 00°00.000 /  O: 0°00.000

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Bauweise:    
Höhe: 322  m.ü.M GPS: N: 00°00.000 /  O: 0°00.000
Burgentyp:    
Ja Nein
 
 
Länge: 1 Km  
Wanderzeit: 20 min Schwierigkeit: mittel
 

 

 

Der strategisch wichtige Punkt, wo sich das Glarnerland zum Walensee und zur Linthebene hin öffnet, wurde bereits um 16 n.Chr. unter Kaiser Augustus durch drei römische Wachtürme militärisch gesichert. Im Mittelalter gesellten sich mehrere Burgen hinzu, als bedeutendste galt die Vorburg bei Oberurnen. Sie gilt heute noch als bedeutendste Burganlage des Kantons Glarus und wird als Bauwerk von regionaler Bedeutung eingestuft. Über dem Dorf trohnend, tritt sie als markanter Bau in Erscheinung.

 
13 Jh.

Die Burg wurde durch habsburgische Ministerialen Ende des 13.Jh. errichtet und diente ihnen als Verwaltungs- und Amtssitz.

 
 

Nach 1300 erfolgte eine zweite Bauphase. Die Anlage wurde nun bergseitig durch einen Zwinger, talseitig durch eine Umfassungsmauer mit Nebengebäuden ergänzt.

 
1351

Wurde die Burg Näfels von den Glarnern zerstört. Ob dabei die Vorburg auch in Mitleidenschaft gezogen wurde ist nicht bekannt. Die Bewohner der Vorburg waren bis 1351 die „Edelknechte von Uranum“.

 
14 Jh.

Als habsburgische Untervögte auf der Vorburg werden in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhundert die Stucki erwähnt.

 
1388

Wurde ein habsburgisch-österreichisches Heer bei Näfels von den Eidgenossen vernichtend geschlagen. Die habsburgische Herrschaft im Glarnerland brach darauf zusammen, Gemäss dem Glarner Geschichtsschreiber Gilg Tschudi soll die Festung danach den Bewohnern von Oberurnen als „Flöchting“ (Zufluchtsort) in unruhigen Zeiten gedient haben. Vermutlich erhielt die Burg damals auch ihren heutigen Namen,

 
15 Jh.

Spätestens im 15. Jh. wurde die Vorburg aufgegeben und dem Zerfall überlassen. Eine leichte Rötung der Mauersteine im Innern des Palas deutet darauf hin, dass ein Brand diesen Prozess beschleunigt haben könnte.

 
1900

Kurz nach 1900 wurde die Schildmauer gesichert,

 
1940 Legte man Teile der Umfassungsmauer frei.  
1972

Wurde das Ökonomiegebäude am Fuss des Burghügels archäologisch untersucht, wobei hauptsächlich Tierknochen gefunden wurden. Heute sind noch Reste der Mauern des Hauptbaus übrig, wobei die bis zu 3,5 Meter dicke Nordmauer des Palas mit gut 16 Metern Höhe immer noch recht imposant wirkt.

 
 

Quellen: Werner Meyer (Red.) - Burgen der Schweiz, Bd. 1: Kantone Uri, Schwyz, Unterwalden, Glarus, Zug. Zürich, 1981.)

 
 
Letzte Aktualisierung: 29.08.2010 Fehler entdeckt?