Schweiz

St-Gallen

 

Burg Nr. 403

  Burgruine Wartau  

Besucht am:

07.06.2008

Exkursion mit dem Burgenverein 07.06.2008

   

   
    Ringmauer   Turmhaus / Höhe des Turmes beträgt 22   Vom Ochsenberg aus    
   

 

   
    Wohnbau mit Zinnenkranz     Balkenlöcher Kalkmörtelverputz    

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: um 1225
Zerfall: 1530
LK. Koordinaten: West-Ost. 755.750  Süd-Nord. 218.420
Gründer:  
Ortschaft:

9478 Wartau (Azmoos)

 
Grundriss:
 

 
 
 
 

 

Die Burg ist immer zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

Parkplatz: im Dorf oder direkt unterhalb der Burg. Von der Westseite führt ein steiler Fussweg zur Ruine hinauf (ca. 5 Minuten)..

GPS: N: 00°00`00 /  O: 0°00`00

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Ja.

 

Bauweise: Tuffsteine, Bollensteine
Burgentyp: Höhenburg
 
 
Nein Nein  
 
 
Länge: 500 m
Wanderzeit:
15 Min
Schwierigkeit:  mittel.
 

 

1225

Schriftliche Nachrichten über die Erbauer und ersten Besitzer der Burg Wartau gibt es nicht. Eine dendrochronologische Untersuchung einiger Holzreste ergab, dass sie um 1225 errichtet worden sein muss. Das Turmhaus bestand erst aus Turm und niedrigem Wohnbau.

 
 

Als Erbauer kommen die Herren von Wildenberg in Frage; sie waren die Nachfolger der Freiherren von Sagogn, die zu jener Zeit eines der mächtigsten Adelsgeschlechter Graubündens waren und ihre Stammlande in Flims/Ilanz hatten. Sie versuchten ihr Einflussgebiete nach Norden hin auszuweiten und hatten zu diesem Zweck bereits die Anlage Freudenberg bei Bad Ragaz erbaut.

 
1320

Durch Erbschaft gelangte die Wartau 1320 an Graf Hugo III. von Werdenberg-Heiligenberg.

 
1342

Erwähnung der Burg von 1342 verpfändete Johannes von Belmont seiner Frau Adelheid von Klingen die Festung Wartau für 250 Mark Silber.

1352

Der Konflikt eskalierte 1352 ein erstes Mal in der sogenannten Belmonter Fehde: Die Herren von Belmont gingen im Vorderrheintal zusammen mit Aufständischen gegen die Grafen von Werdenberg-Heiligenberg vor.

 
1371

Nach dem Tod von Ulrich Walter von Belmont 1371 scheinen die Grafen von Werdenberg-Heiligenberg die Burg Wartau wieder in ihren Besitz gebracht zu haben.

1371/1402

Diverse Besitzer Wechsel, Grafen von Werdenberg-Heiligenberg, Meier von Altstätten,

 
1394/95

1394 oder 1395 glückte den Sargansern die Eroberung der Burg Wartau nach elftägiger Belagerung und die Herrschaft der Grafen von Werdenberg-Heiligenberg im Rheintal brach weitgehend zusammen. Die Wartau allerdings erhielten sie zurück. Die Sieger verzichteten auf ihre Ansprüche,

 
1400

Die Burg wurde um 1400 um ein Stockwerk erhöht

 
1402

Steckten die Werdenberger in finanziellen Schwierigkeiten und verpfändeten die Anlage an die Österreicher.

 
1414/28

Der Niedergang der einst stolzen Werdenberger war nicht mehr aufzuhalten. Graf Rudolf II. verkaufte Burg und Herrschaft 1414 an seinen Vetter, Graf Friedrich VII. von Toggenburg. Dieser Verkauf wurde nur sechs Tage später in eine Verpfändung umgewandelt, doch konnten die Grafen von Werdenberg-Heiligenberg diese bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1428 nicht mehr einlösen.

 
 

Von den Toggenburgern kam die Herrschaft Wartau 1429 wiederum durch Verpfändung an Graf Bernhard von Thierstein, den Schwager von Friedrich VII von Toggenburg.

 
1429

Nach dem Aussterben der Thiersteiner kam es zu zahlreichen Besitzerwechseln: Georg Schenk von Limburg, Freiherren von Montfort-Tettnang, Freiherren von Sax-Misox, Dur Kauf von 21000 Gulden die Stadt Luzern.

 
1493/99

Doch Luzern war zu weit entfernt und 1493 wurde die Anlage an die Freiherren von Kastelwart verkauft. Matthias von Kastelwart fiel 1499 im Dienst von Kaisers Maximilians in der Schlacht bei Dornach gegen die Eidgenossen, doch war Wartau bereits im Jahr davor an die schwäbischen Freiherren von Hewen veräussert worden

 
1530

Die Burg wurde um 1530 verlassen und dem Zerfall preisgegeben

 
1911

Bei der Bildung der modernen Schweiz wurde Werdenberg dem Kanton St. Gallen zugeschlagen, die Ruine Wartau hatte Glarus aber bereits 1818 an Private verkauft. Erst 1911 gelangte diese durch eine Schenkung an die Gemeinde Wartau. 1932 wurde eine erste Restaurierung vorgenommen.

 
1982

Die Kernburg wird umfassend und sorgfältig renoviert und gesichert.

 

(ehem.) Besitzer:Sax-Misox,

 
     
 

07.06.2008