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Burg Nr. 39 |
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Besucht am: 04.05.2002 |
Möglicherweise war sie gar eine Grenzburg des Königreichs Hochburgund
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| Burgtor | Burgtor Aussen | Südlicher Wehrturm |
Sanierung der Nord-Ost-Ecke 2008/09
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| 23.01.2009 |
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Älteste und grösste der drei Burgen auf dem Wartenberg über Muttenz, 6 km östlich von Basel. Die Ruine liegt am nördlichen Ende des Berges und ist vom Dorfzentrum (Wehrkirche St. Arbogast) auf einem steilen Wanderweg in rund 20 Minuten erreichbar. Sichtbar sind noch zahlreiche Mauerreste von Ringmauer, Türmen, Zisterne und Wohngebäuden. |
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Östlich von Muttenz reicht der Wartenberg als Jura-Ausläufer von Süden her bis dicht an den Rhein und trennt damit die oberrheinische Tiefebene vom Sisgau ab. An diesem strategisch wichtigen Punkt wurde früher eine römische Wehranlage vermutet, konnte bislang aber nicht nachgewiesen werden. |
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| 1027 |
Wie der kaiserliche Biograf Wipo berichtet, traf sich im August 1027 Konrad II. mit König Rudolf III. von Hochburgund "iuxta vicum qui Mittenza dicitur" (nahe bei einem Ort, der Muttenz genannt wird). Die beiden Herrscher reisten von hier weiter nach Basel, wo sie die Vererbung Hochburgunds an die Deutsche Krone regelten ungeklärt ist, |
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| 12 Jh. |
Es wird vermutet, dass die Grafen des Sisgau sich gegen Ende der Herrschaft von Rudolf III. hier Königsgut angeeignet haben und es zur Absicherung an Strassburg vergaben, von wo sie es als Lehen zurück erhielten. Über das Sisgau herrschten im 12. Jh. die Grafen von Homberg, die ihren Stammsitz im aargauischen Fricktal hatten. Unter ihnen muss der mittlere Teil der heute noch sichtbaren Anlage entstanden sein, der in schönen Bossenquadern erbaut wurde. |
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| 1223 |
Starb der letzte Graf, über seine Tochter kam der Besitz an Graf Hermann von Frohburg. Dieser gründete nun die Familie der Grafen von Neu-Homberg, die im 13. Jh. auch über den Wartenberg herrschte. Die vordere oder die mittlere Burg diente den Grafen zeitweilig als Wohnsitz |
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| 13. Jh. |
Zu datierende Mauerzüge deuten auf eine rege Bautätigkeit der Neu-Homberger auf der vorderen Burg hin. |
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| 1301 |
Vergab Graf Werner von Neu-Homberg die vordere und die mittlere Burg den Basler Bürgern Hugo und Kuno zer Sunnen als Afterlehen. |
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| 1306 |
Verkauften die Homberger die Herrschaftsrechte an die Habsburger, welche das Lehen weiterhin den zer Sunnen als Afterlehen überliessen. |
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| 1356 |
Wurde die Burg im Basler Erdbeben beschädigt, aber offenbar wieder aufgebaut. |
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| 1370 |
Bald nach 1370 ging das Lehen von der zer Sunen an die Münch von Münchenstein über. |
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| 1420/70 |
Gelang es Hans Thüring Münch mit der Hilfe seiner Frau die nötige Pfandsumme von 22`000 Gulden aufzubringen um die Pfandschaft einzulösen. Nach dem Tode von Hans Thüring stritten sich die Brüder Hans und Konrad um das Erbe ihres Vaters. Schliesslich gelang es Konrad die Herrschaft nach langwierigen Gerichtsverhandlungen an sich zu bringen, musste diese aber 1470 aus Geldmangel an Basel verpfänden |
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| 1515 |
Die Münch verkauften sie mit Einwilligung des Lehnsherrn 1515 als Ruine an die Stadt Basel. |
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| 15 Jh. |
Die Wartburgen verloren im 15.Jh. ihre Bedeutung und zerfielen. |
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| 1923 |
Erwarb die Bürgergemeinde Muttenz die Ruine, nachdem diese bis ins 19. Jh. als Steinbruch benutzt worden war. |
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| 1933 |
Wurde die Burg ausgeräumt und restauriert, wobei leider viele baugeschichtliche Spuren beseitigt wurden. |
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Im Zweiten Weltkrieg wurde im Sockel des mittleren Wehrturms zudem von Soldaten ein Bunker eingerichtet |
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| 1953/54- 63/64 |
1953/54 und 1963/64 folgten weitere Restaurationsarbeiten. |
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| 2008 |
Die 59. Jahresversammlung hat beschlossen die Nord-Ost-Ecke im Herbst 2008 zu sanieren. |
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(QUELLEN: MEYER, Werner. Burgen von A bis Z: Burgenlexikon der Regio. Basel 1981.Burgen der Schweiz, Bd. 7: |
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25.01.2009