Schweiz

Zug

 

Burg Nr. 315

Ruine Wildenburg

Besucht am:

29.12.2006

 

     

     
      Palas Burg Tor Hof      

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1200
Zerstört: 16 Jh.
LK. Koordinaten: West-Ost. 684.800  Süd-Nord. 225.700
Gründer: Herren von Hünenberg
Ortschaft: 6340 Baar
 
Grundriss:

 
     

 

Die Burg ist im Immer zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

Kostenlose Parkplätze an der Hauptstrasse Zug-Menzingen, 400 Meter nordwestlich der Burg.Tobelbrücke (Aegeristrasse)

GPS: N: 47°10`47 /  O: 8°33`11

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Ja.

 

Die Burg liegt 640 m.ü.m. Wohngebäude, Rundturm.

 
Nein.  
Länge: Ca. 400m
Wanderzeit:

20 min. Beim Parkplatz über die Strasse gehen, dann dem Wanderweg nach. (Wildenburg)

Schwierigkeit: Schwer,
 

 

 

Auf einem hohen Felssporn über einer von Lorze und Schwarzenbach gebildeten Schlucht liegen die Überreste der Feste Wildenburg. Gut zu verfolgen ist der Verlauf einer Umfassungsmauer. Innerhalb der Ringmauer sind ausser einem Maueransatz an der Nordmauer keine Spuren von Überbauungen mehr sichtbar.

 
13 Jh.

Die Herren von Hünenberg mit ihrer Stammburg westlich des Zugersees waren im 13. Jh. in der Gegend reich begütert und zudem Lehnsträger der Grafen von Kyburg und Habsburg.

 
1200

Bau der Wildenburg oberhalb des Lorzentobels. als Zentrum einer neuen Rodungsherrschaft. Ähnlich wie bei Hünenberg bestand die früheste Anlage vermutlich nur aus einem steinernen Bering mit angelehnten Holzbauten.

 
1383

Soll Hartmann von Hünenberg-Wildenburg das Bürgerrecht der Stadt Zug erworben haben.

 
1388

Kämpften die Ritter von Hünenberg in der Schlacht von Sempach auf der Seite von Habsburg-Österreich gegen die Eidgenossen. Es ist unklar ob nach der Niederlage neben ihrer Stammburg auch die Wildenburg zerstört wurde,

1409

Bezeichnete sich Rudolf von Hünenberg noch als "sesshaft ze Wildenberg", 1416 verkaufte er aber die unmittelbar der Burg vorgelagerten Güter,

 
16 Jh.

Die Wildenburg wurde dem Zerfall überlassen und im 16. Jh. auch als Steinbruch missbraucht.

 
1938

An die Ausgrabung machte, waren nur noch die obersten Teile des Bergfrieds sichtbar.

 
1956

Stürzte die nordwestliche Ecke des Berings in die angrenzende Schlucht ab.

 
1978

Erwarb der Kanton Zug die Wildenburg, ein Kredit zur Sicherung und Restaurierung der Anlage wurde 1981 aber vom Volk abgelehnt. Erst 1984 konnte eine privat finanzierte, komplette Sanierung mit archäologischen Nachuntersuchungen durchgeführt werden.

 
     

Der Pfeil Ritter von Hünenberg (Legende)*

 

Graf Friedrich von Toggenburg beschwor die Waldstätte, sich Herzog Leopold zu unterwerfen. Die drei Länder sprachen aber einmütig: "Kommt er, so wird er uns finden. Wir wollen ihm mit Gottes Hilfe entgegen stehen und uns seiner grossen Macht erwehren, so gut wir können". Sie berichteten ihre Lage König Ludwig und ordneten am 13. November 1315 Wachen an, die Tag und Nacht die Letzinen, die Schirmmauern mit Türmen besorgten. Herzog Leopold war über die Antwort der Waldstätte sehr erzürnt und beschloss, sie von drei Seiten her anzugreifen. Graf Otto von Strassberg sollte über den Brünig in Obwalden einfallen, die Leute von Luzern mit den Rotenburgern und Willisauern vom Entlebuch her Unterwalden bedrohen. Herzog Leopold zog mit grosser Macht gegen Zug, von wo er Miene machte, die Schwyzer bei Arth anzugreifen, wo diese wirklich ihre Hauptmacht bereitgestellt hatten.
Rudolph Reding, ein kluger und kriegserfahrener Greis, riet aber den Schwyzern, den Morgarten zu besetzen. Sein Sohn hatte Margaretha von Hünenberg, die Tochter eines aargauischen Edelmannes zur Frau. deren Bruder, dem die Schwyzer unlängst Dienst geleistet hatten, sich bei den Truppen des Herzogs Leopold vor Arth befand. Dieser schoss nun einige Pfeile über die Letzi-Mauer zu den Schwyzern hinüber, auf deren pergamentenen Flügeln er edle Worte geschrieben hatte: "Hütet euch auf St. Othmars Vorabend (15. November) morgens am Morgarten". 
Die Pfeile wurden am 14. November gefunden. Man berichtete schnell nach Uri und Unterwalden. Von Uri kamen 400 Mann bei angebrochener Nacht, von Unterwalden nur 300 erst gegen Mitternacht, weil dort eigene Angriffe abgewehrt werden mussten. Von Schwyz stiessen 600 zu ihnen. Nun ging es noch in der Nacht still dem Morgarten zu