Schweiz

Graubünden

 

Burg Nr. 588

Ruine Wynegg

Besucht am: 26.03.2011

Ruine Wynegg, Betreten verboten

Einsturzgefahr

   

   
                 
     

     
          Grillplatz (Parkplatz)      
     

     
                 

Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 13. Jahrhundert
Zerstört: Zerfall 18 Jh.
LK. Koordinaten: West-Ost. 720.100  Süd-Nord. 207.050
Gründer:  
Ortschaft:

7208 Malans

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 
 
 
 
 

 

Die Burg ist Nicht zugänglich

 

Kein Absturzgefahr.

 

Kostenlose Parkplätze

GPS: N: 46°59.702 /  O: 9°33.776

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Bauweise: Höhenburg,  
Höhe: 620  m.ü.M GPS: N: 46°59.44.0 /  O: 9°34.14.0
Burgentyp:    
Nein Nein
 
 
Länge: 1 Km Malansstrasse in Jenins
Wanderzeit: 25 min Schwierigkeit:

Dorf aus in etwa 25 Minuten zu Fuss erreichbar.

 

 

 

Die Burg Wynegg wurde vermutlich anfangs des 13. Jahrhunderts von einer lokalen Adelsfamilie gegründet.

 
1254

Mit Ritter Ludwig von Wynegg erstmals in den Urkunden auf, verschwindet aber nach Ulrich von Wynegg (1266 – 1270) um 1273 mit dem Geistlichen Ludwig bereits wieder

 
 

Nach dem Aussterben der Herren von Wynegg gelangten Burg und Herrschaft an die Herren von Vaz,

 
1299

Wobei der Churer Bischof seine Lehenshoheit über Wynegg geltend machte. Johann von Vaz anerkannt es zunächst, später aber bestritten zu haben. Nach einem Schiedsspruch von 1299 sollte er beweisen, dass Wynegg sein rechtmässiges Lehen sei.

 
1337/38

Auch nach dem Aussterben der Vazer 1337/38 bleiben die Besitzverhältnisse zunächst unklar.

 
1338

Am 6. Dezember 1338 musste Ulrich von Montfort die Burg Wynegg seinem Onkel, Graf Friedrich V. von Toggenburg, zurückgeben. Dieser hatte sie rechtmässig geerbt, war er doch mit Kunigunde von Vaz verheiratet. Fünf Tage darauf erhielten Friedrich und Kunigunde die burg Winegge vom Bischof zu Lehen.

 
  Einige Jahrzehnte hatten die Toggenburger Wynegg Lehen inne.  
 

Wegen denn Auseinandersetzung mit dem Bischof, kam es zu kriegerischen machtkämpen bei dem die Toggenburger sogar Chur belagerten.

 
1421

Friedrich VII. wurde die Burg offenbar kurzzeitig entzogen, nach einem Schiedsspruch der Stadt Zürich von 1421 aber wieder ausgehändigt. Es wurde entschieden, «Graf Friedrich hat die Burg Wynegg und das Schanfigg als Lehen des Bischofs anzuerkennen ... und demselben innert Jahresfrist den Lehenseid zu leisten, widrigenfalls er der Lehen verlustig gehe».

 
1436

Nach dem Tod dieses letzten Toggenburgers am 30. April 1436 nahm der Bischof zunächst die Burg als heimgefallenes Lehen an sich.

 
1441 7. April 1441 belehnte Bischof Conrad von Rechberg  
1446 17. April 1446 belehnte Bischof Heinrich von Hewen den Junker Heinrich Amsler mit Wynegg  
  Ende des 15. Jh. wurde die Burg verlassen  
 

16. zum 17. Jh, errichtete Andreas von Salis auf den Trümmern der alten Anlage einen Neubau.

 
1624

Von Salis’ Tochter Margaretha brachte den Wohnsitz durch Heirat an die Familie Guler von Davos, die Wynegg nochmals herrichteten und sich um 1624 Guler von Wynegg nannten. In der Beschreibung eines Chronisten von

 
1744

Wird die einstige Burg immer noch als``ein lustiges Schlößlin, den Herren Guler zu Jenins gehörig» beschrieben, das «in seinem Wesen bey Tach und bewohnlich» sei. Gegen.

 
  Ende des 18. Jahrhunderts wurde Wynegg jedoch endgültig aufgegeben und dem Zerfall überlassen.  
1793

Gelangte das Schloss mit Zubehör für 2200 Gulden an die Gemeinde Malans, welche heute noch Eigentümerin der Ruine ist.

 
 

Quellen: Otto P. Clavadetscher, Werner Meyer: Das Burgenbuch von Graubünden. Werner Meyer: Burgen der Schweiz. Band 3. Silva Verlag, Zürich 1983. Anton von Castelmur: Die Burgen und Schlösser des Kantons Graubünden. Band I, Birkhäuser-Verlag, Basel 1940. Wikpedia.

 
 
Letzte Aktualisierung: 29.03.11 Fehler entdeckt?