Deutschland

Rheinland-Pfalz

 

Burg Nr. 218

Burg Sauerburg

Besucht am: 21.03.2005

 

     

 

     
                 

Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1353
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 000.000  Süd-Nord. 000.000
Gründer: Pfalzgraf Ruprecht
Parkplätze Koordinaten: Kostenlose Parkplätze unterhalb der Burg; ca. 15 min Fußweg, B42 Rüdesheim-Koblenz entlang des Rheins bis Lorch, von dort weiter auf L3033/L3397/K623 bis Sauerthal. In Sauerthal Beschilderung „Sauerburg“ folgen.
Infos: Zur Zeit ist keine Besichtigung möglich. (Mai 2005)
Ortschaft:

65391 Sauerthal

 
Grundriss, Standort der Anlage:
 
 
 
 
 

 

1355

Im Jahr 1355 fragte Pfalzgraf Ruprecht beim Mainzer Erzbischof nach, ob dieser etwas gegen den Bau einer Burg bei "Suerburn" einzuwenden hätte: Mit der Burg wollte der Pfalzgraf sich gegen die Übergriffe der Herren auf der nahen Burg Waldeck schützen, die im mainzischen Herrschaftsbereich lag.

 
 

Wann genau die Sauerburg errichtet wurde, läßt sich nicht mit Sicherheit bestimmen. Es ist aber spätestens 1355 geschehen, denn in jenem Jahr bat Pfalzgraf Ruprecht den Mainzer Erzbischof um Gestattung eines Burgbaus bei dem Dorf „Suerburn", um sich vor Übergriffen der benachbarten Burg Waldeck schützen zu können.

 
1505

Im Jahr 1505 verkaufte der Pfalzgraf Philipp die Herrschaft über Burg und Ort Sauerburg und den bereits 1361 als "Froneborne" bezeichneten Hof Sauerberg für 1000 rheinische Gulden als Erblehen an seinen Marschall Philipp von Kronberg.

 
1507 Besitz, so etwa bis 1507 pfälzisch,  
1617/68

Der Brömser von Rüdesheim und zuletzt der Reichsgrafen von Sickingen. Franz von Sickingen verstarb 1834 und wurde auf dem Friedhof in Sauerthal beigesetzt. Auf dem Grabstein steht zu lesen: "Franz von Sickingen, Reichsgraf seines Stammes der Letzte. Er starb im Elend".

 
1668

Als die Freiherren von Metternich 1668 den Besitz erbten, befand sich die Burg bereits wieder in schlechtem Zustand.

 
1672

Kam die Burg in Besitz der Reichsgrafen von Sickingen,

 
1689

Zur endgültigen Ruine wurde Sauerburg durch die Truppen des französischem Königs Ludwig XIV. gemacht, die 1689 den Bergfried sprengten und die Wohnbauten verbrannten und teilweise schleiften.

 
1692/1834

Die Ruine gelangte 1692 an die herren von Sickingen. Der letzte Sickinger (Grabmal auf dem Friedhof) lebte bis 1834 auf dem Sauerberger Hof.

 
1888/1912

Die Ruine wechselte danach häufig den Eigentümer, in den Jahren 1888 und 1907 sogar auf dem Weg der Zwangsversteigerung. Erst der Geheime Legationsrat Josef von Loehr ließ das malerische Gemäuer von 1909 bis 1912 wieder in bewohnbaren Zustand versetzen.

 
2004

Im Jahr 2004 wurde die Burg in ein hochwertiges Hotel mit einigen wenigen Zimmern umgebaut

 
 

Quellen:

 
 
Letzte Aktualisierung: 23.11.2010 Fehler entdeckt?