Das Auerbacher Schloß wurde im 13. Jahrhundert als mächtige Wehrburg auf
dem Urberge, von dem Landgrafen von Katzenelnbogen, erbaut.
14. Jh.
Diese Hochburg erfuhr im 14. Jahrhundert umfangreiche Neu- und
Erweiterungsbauten und letztlich fast ihre heutige Gestalt. Nach dem
Tode seiner beiden Söhne blieb Graf Philipp dem Älteren von
Katzenelnbogen als Erbin seine Tochter Anna, die dem Landgrafen Heinrich
III. von Hessen angetraut wurde. Damit fiel das riesige Erbe, nach dem
Tode Graf Philipps 1479, an den Landgrafen von Hessen.
1674
Während der Regentschaft der Landgrafen von Hessen in Darmstadt, wurde
das Schloß von einem Amtmann oder Burggrafen verwaltet. Im Jahre
1674,
im Reichskrieg gegen Ludwig XIV., zog
Marschall Turenne den Rhein herunter gegen die Niederlande
und fiel mit seinem Heere in das Gebiet der Bergstrasse ein.
Vergeblich suchten die Bewohner von Auerbach, Hochstätten und Balkhausen
Schutz hinter den Mauern des Auerbacher Schlosses. Durch einen
unterirdischen Gang gelang es einer Gruppe Bergschotten, die in
französischem Dienste stand, in den Schloßhof einzudringen und mit den
Verteidigern und dessen Gebäuden übelst umzugehen. Danach war die
Burganlage verwaist und zerfiel.
1820
Stürzte der nördliche Turm ein und wurde erst 30
Jahre später wieder erbaut.
1903
Nahm sich die hessische
Landesregierung im Rahmen der Denkmalpflege der Burganlage an.
1950
Ab den 1950er Jahren war der Südturm nicht
mehr begehbar,
1989/90
wurde ein Neubau zu einem Aussichtsrestaurant
in Angriff genommen, welches 1990
eröffnet wurde und die Attraktivität der Burgruine weiter erhöhte.
2007
Wurde die Treppenanlage im Südturm erneuert
und dieser wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Heute wird auf der Burg Erlebnisgastronomie
mit Ritterturnieren und mittelalterlichen Spielen angeboten. Die
Besichtigung der Burganlage ist kostenfrei.
Quellen: Karl Wilfried Hamel:
Auerbacher Schloss, Feste Urberg, Schlösser, Burgen, alte Mauern.
Herausgegeben vom Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden