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1254 |
Burg Liebenfels, erbaut von Hermann I. von Liebenfels, der
1254
erstmals urkundlich erwähnt wird. |
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Der Bergfried dürfte bereits Anfang des 13. Jh. entstanden sein.
In seinem Inneren befindet sich das berüchtigte Angstloch mit trichterförmig
verengtem Verliess. |
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1291 |
Die Ritter von Liebenfels beteiligen sich mit Bischof Rudolf II. an der
Eroberung und Plünderung der habsburgischen Stadt Buchhorn
(Friedrichshafen). |
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1296 |
Konrad von Liebenfels wird Abt des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen. |
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1318 |
Die Ritter übergeben einige Leibeigene an das Stift St. Verena in Zurzach
für ihr Seelenheil. |
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1343 |
Hungersnöte und Fehden führen zu Vermögensverfall. |
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1348 |
Die Pest entvölkert die Gegend; Judenmorde und Geisslerzüge. |
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1390 |
Liebenfels fällt an den Söldner Hermann Grämlich, Hauptgläubiger der
Ritter und Herr von Burg Sandegg/Untersee sowie der Wasserburg Kattenhorn. |
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1395 |
Liebenfels wird gekauft von Heinrich von Tettikofen, dem „Bünderich“; die
Edlen von Tettikofen sind zugleich Herren der Burgen Pfyn, Castel,
Moosburg/Güttingen und des ausgedehnten Bünderich- oder Lanzenhofs in
Konstanz, der schon den Rittern von Liebenfels verliehen wurde. |
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1414/18 |
Konzil von Konstanz mit König Sigismund und den Gegenpäpsten;
1418
die Königin übernachtet in der Konstanzer Residenz der Herren von
Liebenfels; die Ritter erleben die Verbrennung von Johannes Hus auf dem
Scheiterhaufen. |
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1457 |
lässt er den Meersburger Aufstand blutig niederschlagen und den Anführer
ertränken. Die Lanzen von Liebenfels erhalten von Kaiser Friedrich
III. Namen und Wappen der Ritter von Liebenfels. |
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1499 |
Im Schwabenkrieg siegen die Eidgenossen. Der einflussreiche Ränkeschmied Lanz von Liebenfels verhandelt seit
1478 rund zwanzigmal als Gesandter Habsburg-Österreichs mit den Eidgenossen. |
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1528 |
Reformationsstreit: Junker Dietrich von Hohenlandenberg, dem die benachbarte
Neuburg gehört, flüchtet zu den befreundeten Rittern auf Liebenfels - vorher
hatte er in Frauenfeld einen reformatorischen Schneider erstochen. |
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1533 |
Bau des Südschlosses über den geheimnisvollen unterirdischen Gewölben. Im
untersten Verliess befinden sich Wandmalereien („Schwarze Männer“) und ein
Fluchtgang. |
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1571 |
Die Freiherren von Liebenfels geraten in Vermögensverfall; sie verkaufen die
Herrschaft den württembergischen Edelleuten von Gemmingen. |
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1613 |
Hans Christoph von Gemmingen stiftet einen Armenfond. Ein Kapuziner ist im
Schloss als Burgkaplan. |
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1633 |
Die schwedische Armee erhält freien Durchzug am Untersee zum Angriff auf
Konstanz. Der dreissigjährige Krieg brachte seit 1618 Mangel und Armut. |
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1798 |
Liebenfels wird von Franzosen besetzt 4328 Soldaten und Weiber, und
267
Pferde“ zu beherbergen; gewalttätige Husaren plündern die Weinkeller und
zerschlagen den neuen Altar der Burgkapelle; bei weiteren Einquartierungen
werden u.a. die Kirchenpergamente gestohlen. |
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1858 |
Der aus Frankreich stammende Fabrikant Kaspar Bebie von Zürich kauft
Liebenfels. Umfangreiche Umbauten zum Landschloss unter Beseitigung der
Zugbrücke. |
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1933 |
Ein schweres Gewitter verursacht Blitzschlag mit Brand im Pallas; wertvolle
Einrichtungen im Nordschloss werden zerstört. |
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1946 |
Das Schloss geht an Privatbankier Dr. H.C. Bodmer aus Zürich |
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1948 |
Nach dem Tod von Frieda Bebie bleibt Liebenfels über vier Jahrzehnte ein
unbewohntes Dornröschenschloss. |
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1992 |
Erwerb durch den Juristen Dr. Klaus W. Ebert und seiner Frau
Christiane, geb. Schnaufer, als Familienwohnsitz; das verwunschene Schloss
wird wieder zum Leben erweckt. |
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1994 |
Sanfter Umbau und Restaurierung mit der Denkmalpflege; die Anlage bleibt im
wesentlichen unverändert, alte Wandmalereien werden wieder freigelegt. In
der grossen Zehntenscheune finden Veranstaltungen und Vernissagen statt; im
Obergeschoss befindet sich ein Künstleratelier. |
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