Schweiz

St-Gallen

 

Burg Nr. 111

Schloss Werdenberg

Besucht am:

22.11.2003

 

 

 
             

 
Bewertung:
Baujahr, erstmalige Erwähnung: 1230
Zerstört:  
LK. Koordinaten: West-Ost. 753.360 Süd-Nord. 226.140
Gründer: Graf Rudolf von Montfort
Ortschaft: 9472 Grabs
Grundriss:
   
 
   
 

 

 

 

Kein Absturzgefahr.

 

Erreichbar ist es ausschliesslich über einen Fussweg. Unmittelbar beim Schloss bestehen keine Parkierungsmöglichkeiten. Solche stehen am Südufer des Werdenbergersees und an der Hauptstrasse nach Grabs zur Verfügung.
ÖffentlichesVerkehrsmittel: Ab Bahnhof Buchs per Postauto.

GPS: N: 00°00`00 /  O: 0°00`00

 

Restaurant in der Burg, Nein.

Feuerstelle bei der Burg. Nein.

 

Schloss Werdenberg, Stammsitz der Grafen von Werdenberg, liegt über dem gleichnamigen historischen Städtchen in der Gemeinde Grabs.

 
Ja Ja  
 
 
Länge: 100 m
Wanderzeit:

5 Min

Schwierigkeit:

Leicht,

 

 

 

Ab dem 10. Jh. gehört das Rheintal zu Unterrätien und wird ab 1032 von den Grafen von Bregenz regiert. Durch Heirat erbt Pfalzgraf Hugo von Tübingen diese Herrschaftsrechte.

 
1200

Sein jüngerer Sohn Hugo erhält dieses Erbe und nennt sich später "comes montis fortis", Graf von Montfort. Um 1200 baut er die Schattburg und gründet Feldkirch.

 
1257

Nach dem Tod Hugos (1257) kommt es bereits 1258 zu einer Teilung der montfortischen Güter. Die Söhne Rudolfs, Hugo und Hartmann, erhalten die südlichen Herrschaftsteile vom Walensee bis zum Arlberg und das linksseitige Rheintal. Hugo wird der Begründer der Linie Werdenberg-Heiligenberg, auf Hartmann geht die Linie Werdenberg-Sargans zurück.

 
1259

Am 2. Mai 1259 erscheint Hartmann in einer Urkunde erstmals als "comes de Werdenberch", Graf von Werdenberg

 
1342

Bis etwa 1342 bleiben aber die Herrschaften Werdenberg-Heiligenberg und Werdenberg mehr oder weniger eng verbunden. Erst danach lösen sie sich in die Grafschaften Werdenberg, Sargans und Vaduz auf.

 
 

Heute ist es als Museum (Wohnmuseum, St.Galler Kantonsgeschichte, Waffensammlung) saisonal öffentlich zugänglich. Einige seiner Räumlichkeiten werden für kulturelle Aktivitäten (Empfänge, Vorträge, Konzerte) vermietet.

 
 

Bedeutung der Städte:

Städte sind zur Stauferzeit und noch einige Zeit danach meist Grossburgen. Von Mauern umgebene Wohngemeinschaften mit fester Arbeitsteilung, genau vorgeschriebenen Rechten und Pflichten. Bei der damaligen Kriegstechnik sind sie jedoch nur sehr schwer einnehmbar, haben also eine wichtige strategische Bedeutung und dienen überdies als Verwaltungszentren. Von der wirtschaftlichen Bedeutung der Zentren als Markt- und Umschlagplätze einmal abgesehen. Zwischen 1050 und 1300 nehmen die Stadtgründungen im Deutschen Reich enorm zu. Besonders als der Staufer Friedrich II. um 1231/32 den Fürsten die landesherrliche Hoheit zugestehen muss (Kampf Staufer - Papsttum), womit auch das Recht zur Stadtgründung eingeschlossen ist, schiessen mittlere und kleine Städte fast wie Pilze aus dem Boden. Zuzug von leibeigenen Bauern aus dem Lande haben sie genug ("Stadtluft macht frei").
Die grösseren Dynasten versuchen nun mit Stadtgründungen die Abrundung und Sicherung ihrer angestrebten Territorialherrschaften.
Mit dem Tod Friedrich II. beginnt um 1250 die "Kaiserlose Zeit", ein Chaos mit einer Unzahl von Kleinkriegen zwischen grossen und kleinen Adligen. Nun massen sich auch die Kleinadligen das Recht zur Stadtgründung an.
Innerhalb von nur 50 Jahren verzehnfacht sich die Anzahl Städte im Reich. Die entstehenden Kleinstädte, wie auch Werdenberg, dienen vor allem militärischen Zwecken, sind aber auch wichtige lokale Märkte.
Die Gründung Werdenbergs gehört also in einen übergeordneten Kontext. Das Sicherheitsbedürfnis der noch jungen Linie Werdenberg zwingt zur Gründung von sicheren Zentren. So gründen sie nacheinander Bludenz, Sargans und Werdenberg.