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Die Burg stand ursprünglich
am Seeufer neben einer geschützten Bucht, wo flachkielige Boote anlegen
konnten. Zusammen mit der Pfarrkirche säumte sie den alten Gotthardweg. |
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Der Turm weist einen
quadratischen Grundriss von 6,7 m Seitenlänge
auf. Die Mauern sind rund 2 m dick und haben einen äussern und inneren
Mantel aus rohen, an den Ecken etwas feiner zugehauenen Steinen. Eine sehr
schmale, ebenerdige Türe ermöglicht den Zutritt ins Innere. Das Mauerwerk
ist 5,5 m hoch. Über eine Treppe gelangte man
in den heute nicht mehr vorhandenen, auskragenden, hölzernen Oberbau. Dieser
war aufgrund der sehr engen Raumverhältnisse wohl zweigeschossig. Um den
Turm zog sich vermutlich eine Ringmauer und ein möglicherweise mit dem See
verbundener Wassergraben. Der befestigte Wohnsitz war von bescheidenen
Ausmassen, ist aber typologisch bis heute einzigartig und deshalb von
besonderem burgenkundlichem Interesse. |
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1200 |
Die Forschung datiert den Bau
in die Zeit um 1200. Er ist aus
Vorgängerbauten, welche bis in die Zeit um die Jahrtausendwende
zurückverfolgt werden können, herausgewachsen. Vermutlich handelte es sich
um einen herrschaftlichen Hof (curtis), welcher um
1200 in eine etwas repräsentative Burg (castrum) ausgebaut wurde.
Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich beispielsweise auch auf dem Burghügel
"Zwing Uri" ob Amsteg. Vielleicht wurde der Neubau durch den vermehrten
Gotthardverkehr veranlasst. Bei der Suche nach den Besitzern und Bewohnern
ist man auf Mutmassungen angewiesen. Auffallend ist, dass die Heimwesen rund
um die Burg der Fraumünsterabtei gehörten. Ihre Namen, sie sind teilweise
heute noch lebendig, waren: "Kirchmatte", "Krumenacher am Feld", "Büelacker",
"Chalchofen", "Talmatt", "türren land by dem wietzacher"" (vielleicht
Turmland?). Es ist deshalb denkbar, dass der Herrenhof bzw. die spätere Burg
der Sitz von Ministerialen der Zürcher Aebtissin war. In Frage käme das bis
um 1260 nachgewiesene Geschlecht der Ritter von Seedorf, welches vermutlich
mit der Adelsfamilie von Küssnacht verwandt war. Nachher standen die Güter
bis ins 14. Jh. im Besitz verschiedener, teils
auch hier wohnender, angesehener Familien (Stuolsess, Steinhuser,
Baumgartner) |
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1555-85 |
Im Spätmittelalter wurde die
Kernburg durch verschiedene Annexbauten ausgeweitet.
1555 erwarb Peter A Pro Haus, Turm und Hofstatt. Auf dem Gelände
entstand ein repräsentatives Patrizierhaus. Nach dem Aussterben der Familie
gehörte das Besitztum seit 1585 zum A Pro’schen
Fideikommiss. |
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1650 |
Das Gebäude wurde schon um
1650 aufgelassen |
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1981 |
Es zerfiel rasch zur
vollständigen Ruine bis 1981- wie erwähnt-
mindestens der Turmstumpf erhalten werden konnte. Die Ruine ist ein
beachtliches Denkmal des Feudalismus in Uri und ein bedeutender Zeuge für
die mittelalterliche Geschichte von Seedorf. |
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Die Ruine wurde
1981 unter der Leitung von Prof. Dr. Werner
Meyer, Universität Basel, fachmännisch restauriert. Zugleich wurden die
nötigsten archäologischen Abklärungen getroffen, obwohl immer noch sehr viel
Fragen offen bleiben müssen. |
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Quellen: |
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